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2006

Montrose zeigte 2010 mit jugendlicher Röstaromatik viel Potential – WT92+. Der Phélan Ségur wirkte 2013 etwas verschlossen und hager – WT88+.

Solide 2017 der voll trinkbare, aber uninspirierende D´Armailhac – WT88. Latour war 2007 auf dem Chateau als Fassprobe ein sehr fleischiger, saftiger, voller Wein mit guter Frucht, viel Substanz und stabilem Gerüst recht reifer Tannine, sicher in der 94-96/100 Klasse, der sich erstaunlich zugänglich zeigte. Mouton Rothschild war 2013 in der großen Vertikale im Balm zweifelsohne ein großer Wein mit der typischen Röstaromatik junger Moutons. Aber mir fehlte an diesem Abend Dichte, Länge und Komplexität. Der Mouton scheint sich wie im übrigen viele andere der besseren 2006er wieder zu verschließen – WT93+. Pichon Baron zeigte 2017 schöne Frucht und gute Substanz – WT92.

Kraft ohne Freude war 2009 2mal mit sehr dichter Farbe, wenig Frucht und schroffen Tanninen der damals ziemlich monolithisch wirkende Ducru Beaucaillou, bei dem sicher noch mehr kommt – 86+/100. Immer noch in der zugänglichen Fruchtphase war 2013 in der Vogelkoje Gloria mit viel Zedernholz - 88/100.

Ein gewaltiger, perfekt balancierter Wein mit burgundischer Pracht und Fülle war 2015 in 2000m Höhe der Palmer, der sich hier schon erstaunlich zugänglich zeigte – WT95.

Erstaunlich gut gelungen mit viel Kraft und Struktur zeigte sich 2017 der Smith Haut Lafitte – WT94.

Mit süßer Frucht und Cassis ohne Ende, aber auch deutlichen Tanninen punktete Ausone 2012 – 96/100. Kraftvoll mit dunklen Früchten, aber wenig Charme 2017 der Auftritt des Canon-la-Gaffelière – WT90. Figeac präsentierte sich 2011 sehr offen mit süßer, etwas simpler, primärfruchtiger Nase, was sich am Gaumen fortsetzt, offen, süß, fruchtig, simpel – 87/100. Kräftig und sehr gut gelungen zeigte 2017 der Magrez-Fombrauge – WT94. Kräftig und mit noch guter Zukunft zeigte sich 2017 der Pavie Macquin – WT91. Wunderschön 2017 der balancierte Valandraud mit reifer, dunkler Frucht – WT93.

Latour-à-Pomerol hatte 2011 viel Tannin, viel Säure, wenig Frucht und noch weniger Charme – 85/100. Le Pin wirkte 2010 verschlossen mit tiefer, undurchdringlicher Farbe. Und dann wirkt er durch das deutlich spürbare Holz sehr röstig, vanillig und modern. Aber das wird sich geben. Hat sicher Potential für 92+/100.

Noch recht verschlossen wirkte 2011 der Nectar des Bertrands mit seiner dichten Farbe, den kräftigen Tanninen und der an sich guten Frucht – 87+/100. Zeigte sich 2016 sehr gefällig und charmant mit guter, dunkler Frucht, sehr kraftvoll am Gaumen mit guter Länge. Ein Wein, der sich gut entwickelt hat und noch eine gute Zukunft haben dürfte – WT91.

Und dann gab es da noch den in 2010 mehrfach getrunkenen Bad Boy von Valandraud-Eigner Jean-Luc Thunevin. Ein Spaßwein zu kleinem Preis auf verdammt hohem Niveau, mit satter, pflaumiger Frucht, prächtiger Fülle und weichen, aber durchaus vorhandenen Tanninen - WT90.

Smith Haut Lafitte Blanc zeigte sich 2015 sehr kräftig und einfach zuviel Holz, gegen das sich die Frucht verdammt schwer tat. Große Freude kam so nicht auf – WT89.

Einen wunderbaren Spagat zwischen Kraft und Eleganz zeigte 2010 der Volnay 1er Cru Santenots du Millieu von Comte Lafon mit reifer, blaubeeriger Frucht – 92/100. Klar war der La Tâche von DRC 2014 noch zu jung, war es Sünde, da jetzt schon den Korken zu ziehen. Aber was wir da ins Glas bekamen war in seiner jugendlichen Fruchtigkeit so ein einfach geiles, dichtes, würziges Geschoß mit enormem Tiefgang, sehr frisch mit faszinierendem Spiel roter und blauer Früchte, dazu bei aller Kraft mit einer faszinierenden Eleganz und Leichtigkeit – WT96. Verschlossen wirkte 2010 der Clos Vougeot von Drouhin. In der Nase kräftiger Stinker und viel Brett, Kraft ohne Charmes, der Gaumen erstaunlicherweise fruchtiger als die Nase – WT87. Der Clos St. Denis von Heresztyn war 2010 in der ersten Wahrnehmung ein sehr feines, fruchtiges, süßes Himbeerbonbon, doch unter diesem vielleicht etwas offensichtlichen Show-Programm waren ein gutes Rückrat und genügend Tannin für eine längere Entwicklung – WT91. Der Clos de la Roche von Jadot zeigte 2014 im Walther in Pontresina tiefes, junges Rubinrot, reife, rote Früchte, am Gaumen erdige Mineralität, enorme Kraft und immer noch deutliche Tannine – WT93+. Eine weitere Flasche 2015 kam da nicht mit und wirkte eher verhalten und verschlossen – WT90. Der Clos des Lambrays der Domaine des Lambrays wirkte 2009 bei aller Nachhaltigkeit und Klasse noch sehr verschlossen – WT90+. Enormen Trinkspaß bereitete 2013 der kräftige, sehr fruchtige, rustikal-opulente Clos de la Roche von Lucien Le Moine - 94/100. Begeisternd 2009 schon die reife, füllige, feinduftige Nase des Mazis Chambertin von Lucien Le Moine, geprägt von roten und dunklen Beerenfrüchten, hoher Mineralität und einem dezenten, nicht unangenehmen, animalischen Stinker. Am Gaumen ist der Wein deutlich kompakter, geprägt von massiven Tanninen. Man spürt die Kraft und das Potential dieses Weines, aber die große Freude kommt im derzeit noch nicht auf, auch nicht im noch kurzen Abgang. Da sind wohl noch gut 5 Jahre Wartezeit angesagt, bis aus den heutigen 88/100 mal 92+/100 werden. Zeigte zuletzt 2013 deutlich mehr, wirkte aber immer noch etwas verhalten - 92+/100. Reichlich Kraft, Fülle und süße Frucht zeigte 2014 der Volnay Caillerets von Lucien le Moine – WT93. Ein Nuits-Saint-Georges aux Murgers 1er Cru von Meo-Camuzet hatte 2011 eine wunderbare, delikate Frucht, reife Waldbeeren, aber bei aller Finesse und Eleganz so enorm druckvoll, kräftig und lang – 93+/100. Der Vosne Romanée Les Chaumes von Méo Camuzet war 2011 in einem bestechenden, ersten Trinkstadium ist. Wunderbare, rot- und blaubeerige Frucht mit süßem Schmelz, sehr dichte, junge Farbe, Kraft, Länge, hoher Suchtfaktor, wird sich zwar noch über lange Zeit weiterentwickeln, aber es ist verdammt schwer, jetzt davon zu bleiben – 94/100. Ein Chambertin von Potel war 2012 noch ganz am Anfang. Ein erstaunlich fülliger, kräftiger Wein mit saftiger, süßer Waldbeere und gutem Tannin- und Säuregerüst. Dürfte noch zulegen – 94+/100. Der Mazoyeres Chambertin von Potel zeigte 2015 puristische Frucht, fantastische Struktur, kalkige Mineralität und viel Druck - WT94+. Der noch viel zu jung erscheinende Chambertin von Armand Rousseau zeigte sich 2015 so präzise, so klar uns so mineralisch mit wunderbarer Frucht, Eleganz pur. Wird sich weiter entwickeln und noch zulegen – WT95+. Verschlossen, aber mit viel Substanz und sicher auch Zukunft 2010 der sehr kräftige Clos Vougeot Vieilles Vignes des Chateau de la Tour mit massivem Tanningerüst, aber auch feiner, rotbeeriger Nase – 90+/100. Der Bonnes Mares von Comte de Vogüe war 2010 ein sehr konzentrierter, komplexer Wein mit gewaltigem Potential, der mit seiner herrlichen Frucht schon gut antrinkbar war und bereits immensen Spaß machte – WT95. 2015 und auch 2017 wieder eher ein Burgunder für Bordeauxtrinker, sehr kräftig, bullig mit intensiver Schwarzkirsche – WT93+. Völlig zugenagelt wirkte 2010 der Musigny Vieilles Vignes von Comte de Vogüe, der sicher mindestens bis 2020 braucht, um dann auf WT95+ Niveau zu brillieren.

Sehr jung und gradlinig mit kalkiger Mineralität und feiner, nussiger Fülle 2014 ein Chassagne Montrachet Les Pucelles von Henri Boillot – WT93. Sehr jung noch und erst ganz am Anfang 2014 der Corton Charlemagne von Bouchard mit heller, junger Farbe, Grapefruit, Zitrusfrüchte, sehr mineralisch, „liquid rocks“, wiederum mit messerscharfer Präzision, sehr fein und geradezu filigran, da kommt mit den Jahren noch richtig was – WT92+. Der Puligny Montrachet von Carillon war 2013 schlank mit kalkiger Mineralität – WT90. Sehr elegant und fein 2013 der Meursault Perrières von Chanson , mineralisch, würzig mit gerösteten Haselnüssen, aber auch schmelzig und weich – WT93. Jugendlich frisch, sehr aromatisch mit feiner, leicht lakritziger Kräuternote, junger Frucht, hoher, saziger Mineralität und sehr präziser Struktur 2014 der Meursault Genevrières von Coche Dury – WT95+. Der feinnervige, sehr präzise strukturierte Meursault Les Narvaux von Collin-Morey mit seiner knackigen Säure brauchte 2009 viel Zeit in der Karaffe, bis er würziger, fülliger und nussiger wurde – 90/100. Der Meursault Clos de la Barre von Comte Lafon war 2010 ein zupackendes, mineralisches Teil mit etwas stahliger Zitrusfrucht und massiver Säure, puristisch schön und noch sehr jung wirkend – 90/100. Der Clos des Mouches von Drouhin hatte 2012 bei Jörg Müller feinen Schmelz und gute Mineralität, wirkte aber auf hohem Niveau etwas dünn – WT89. Der Corton Charlemagne von Drouhin war 2010 ein unerhört mineralischer, dichter Wein, wie aus Stein gemeißelt mit enormer Strahlkraft, druckvoll mit enormer Länge, aber auch schon so viel zeigend – 94/100. Sehr fein, würzig, nussig und elegant war 2011 ein Meursault von Jaffelin – 92/100. Der Chassagne Montrachet Pot Bois von Lamy Pillot wirkte 2010 kräftig, stahlig mit floraler Nase, entwickelte sich sehr schön im Glas mit cremiger Textur, Mandeln, Haselnüssen und guter Mineralität, sehr harmonisch und mit guter Länge – 89/100. Schlichtweg sensationell 2013 der gewaltige Mineraliencocktail namens Corton Charlemagne von Lucien Le Moine, der Corton Charlemagne auf die Spitze trieb – 96/100. Sehr würzig-mineralisch, nussig mit hedonistischer Fülle 2013 im Berens am Kai und kurz danach noch mal auf Sylt ein Meursault Perrières von Lucien Le Moine - 95/100. Den erwischten wir wohl 2015 gerade in diesem raren Moment, wo dieser Wein über sich hinaus wuchs. So unglaublich cremig, nussig, mineralisch mit süchtig machendem Schmelz, dabei keinesfalls breit, sondern mit guter Struktur und Säure – WT97. Der Meursault Genevrières von Lucien Le Moine war 2014 zupackend mit reifen Zitrusfrüchten, gerösteten Haselnüssen, guter Säure und intensiver, salziger Mineralität - WT94. Der Chassagne Montrachet Clos St. Jean von Pillot war 2010 ein sehr delikater Burgunder, nussig, Zitrusfrüchte, gute Säure, spürbares, aber gut eingebundenes Holz – 91/100. Toller Stoff 2010 der Chassagne Montrachet 1er Cru Morgeot von Ramonet, nussig, mineralisch, feiner Schmelz, Kraft und Länge, ein Klasse-Burgunder, der noch weiter zulegen kann – 96+/100. Sehr überzeugend 2013 ein Chassagne Montrachet 1er Cru Les Ruchottes von Ramonet, gestellt, wirkte schon recht reif mit sehr guter Struktur und viel Finesse – 94/100. Der Le Clos Blanc de Vougeot der Domaine de la Vougerai hatte eine florale, etwas grasige Nase, die sehr an frisch geerntetes Heu erinnerte, dazu viel Holz und noch mehr Vanille, viel Alkohol am Gaumen und war etwas bitter im Abgang, nur ganz versteckt zeigte sich auch etwas nussiger Schmelz. Wirkte etwas unfertig und unharmonisch - WT87+.

Mit dem typischen Blutgeruch kam 2011 der Chateau d´Ampuis von Guigal ins Glas, aber auch mit feiner Würze, ein jugendlicher, eleganter, kleiner La Mouline – 90/100. Gefälliger, zugänglich und schön zu trinken 2012 – 93/100.

Clos des Papes war 2013 ein zwar modern gemachter, aber beeindruckender Chateauneuf mit Fülle, Kraft und Rasse, reichlich dicht gewobener, dunkler, aber auch rotbeeriger Frucht, viel Lakritz, Mineralität und großartiger Länge. Dürfte sich über Jahrzehnte entwickeln und wohl auch noch zulegen – 95+/100. Völlig daneben 2013 leider der hoffentlich fehlerhafte Clos St. Jean Chateauneuf-du-Pape La Combe des Fous, zu süß, zu diffus, vergorener, alter Apfel, einfach nur fürchterlich – WT84?

Beaucastel Blanc war 2011 füllig, cremig, würzig, sehr erdig, spürbares Holz, geröstete Haselnüsse, exotische Früchte, viel Kraft und Länge am Gaumen – 91/100. Der Coudoulet Blanc Côtes du Rhone von Beaucastel hatte 2011 die tiefe Farbe eines alten Sauternes, leicht oxidativ und schon etwas ältlich wirkend die erdig-mineralische Nase, am Gaumen Kraft, erdig, Orangenschalen, aber auch wiederum oxidative Noten und Petrol – 86/100.

Der Steingrubler Riesling Grand Cru von Barmès Buecher war 2010 ein dichtes, kontentriertes Teil mit deutlicher Restsüße, die reife Aprikose geht schon ins likörhafte, wirkte seinerzeit unharmonisch und zu fett 86/100. Der Gewürztraminer Vorbourg von Joseph Gruss&Fils war 2009 ein dichter, sehr würziger, mineralisch-erdiger und kräftiger Wein, intensive, aber nicht aufdringliche Süße – 92/100.

Der Quart de Chaumes von der Domaine des Baumard hatte 2013 bei Steinheuer Lychess ohne Ende, gute Säure und passte gut zu herzhaftem Käse

Sehr füllig, aromatisch, warm-würzig 2010 ein Domaine de l´Hortus Grande Cuvée, Lakritz ohne Ende, viel Anis, auch am Gaumen süße, lakritzige, aber auch leicht malzige Fülle, macht viel Spaß, wirkt aber auch leicht überzogen und gehört sicher früh getrunken – 90/100. Spannend und sehr kräftig 2012 der Trevallon – WT92.

Als zunehmend etwas schwierig entpuppt sich der Jahrgang in Deutschland. Wer da Weine länger lagern möchte, sollte vorher zweimal hinschauen.

Der Stodden Spätburgunder Lange Goldkapsel war 2013 bei Steinheuer traumhaft elegant mit wunderbarer, schmeichlerischer Nase, Erdbeere, Ledersattel, Schmelz, einfach sexy, baute enorm aus – WT94.

Der Chardonnay von Huber war 2009 ein guter Essensbegleiter, sehr ausgewogen, fein, mit dezenter Röstaromatik, nussig, eher etwas auf der leichteren Seite – 90/100.Der Malterer von Huber war 2014, 2015 und 2016 reif, weich und mit burgundischer Pracht und Fülle – WT93. Der Weißburgunder SJ von Johner war 2008 geprägt war von intensiver Frucht, gepaart mit massiver Fruchtsüße, Zitrusaromen und Quitte. Im Abgang schlank und nicht sonderlich komplex – 88/100.

Kräftig, sehr mineralisch 2015 der Spätburgunder Engelsfelsen von Duijn, der immer noch von deutlichen Tanninen geprägt war - WT92+. Frisch, floral 2011 der Spätburgunder RS von Salwey mit reifen Beerenfrüchten, dezenter Röstaromatik und weicher, samtiger Textur am Gaumen – 90/100. Das Kirchberg*** Spätburgunder GG von Salwey war 2013 bei Jörg Müller rustikal, kräftig, nachhaltig mit polterndem Charme und guter Struktur – WT90. Aus einer weiteren Flasche ein paar Monate später deutlich generöser mit satter Weichselkirsche – WT91.

Der Randersacker Marsberg Silvaner Spätlese trocken Trias von Schmitt´s Kinder war 2010 kräftig, erdig, mit cremiger Textur, langem Abgang, aber auch heftigen 14,5% Alkohol – 90/100.

Der Dhroner Hofberg von Adam war 2015 aus der Magnum sehr würzig und mineralisch mit deutlicher Extrakt- und Restsüße – WT92. Die Goldtröpfchen Spätlese 1. Gewächs von Reinhold Haart fand ich 2012 etwas ungelenk und dick mit zuwenig balancierender Säure – 88/100. Reife Fülle, Schmelz und Länge zeigte 2016 die Juffer Sonnenuhr Auslese #6 von Fritz Haag – WT92. Traumhaft balanciert 2016 die Juffer Sonnenuhr Auslese #10 – WT93. Hervorragend präsentierte sich 2010 die Uhlen R Auslese von Heymann-Löwenstein, Süße, Fülle, Honig, der große Kräutergarten und gute, reife Säure – 93/100. Ein Traum 2007 die Brauneberger Juffer Sonnenuhr Auslese Goldkapsel von Schloss Lieser mit glockenklarer Frucht und feinem Süße-/Säurespiel – WT94+. Im besten Sinne süffige 2012 der Alte Reben Saar feinherb von Markus Molitor mit Rasse, Klasse, feiner Süsse und Schiefer-Mineralität ohne Ende, dabei immer noch so taufrisch - 92/100. Atemberaubend 2016 die Graacher Domprobst Versteigerungs-Auslese*** feinherb von Molitor, kräftiges Goldgelb, feine, komplexe Honignase, am Gaumen geradezu explosiv und sehr druckvoll, dabei sehr mineralisch mit irrer Länge – WT97. Schlichtweg Legendenpotential hat die Zeltinger Sonnenuhr Auslese*** trocken von Molitor. So ein gewaltiger, streng selektierter Wein von 120 Jahre alten, wurzelechten Reben, straff gewirkt mit herrlicher Frucht und einer traumhaft salzigen Mineralität, riesengroß und lang am Gaumen, und doch kratzten wir da nur an der Oberfläche. Ein schier unglaublicher Wein, der wahrscheinlich selbst im Glas noch 3 Tage zulegen würde, bei aller Wucht zudem erstaunlich fein. 93/100 hatten wir da 2010 schon locker im Glas, aber die 97 oder 98/100, die da in 10 oder 15 Jahren mal zusammenkommen, die waren schon deutlich spürbar. Die Ockfener Bockstein Spätlese des Weingutes von Othegraven leider pappig süß und diffus, nicht mein Ding – 84+/100. Das „+“Zeichen steht für die Hoffnung, dass der in 20 Jahren vielleicht doch noch mal was wird. Schiefer pur 2010 die extrem mineralische Graacher Himmelreich Auslese von JJ Prüm, im damaligen Stadium mit viel Babyspeck sehr süß und etwas diffus, aber das wird sich mit den Jahren legen – WT90+. Die Wehlener Sonnenuhr Auslese von JJ Prüm war 2011 zugänglich, trotz gewaltigen Extraktes traumhaft leichtfüßig und spielerisch wirkend, die Leichtigkeit des Seins in ihrer schönsten Form, sehr mineralisch mit puristisch schöner Frucht und feinem Süße-/Säurespiel, extrem hoher Suchtfaktor – 94/100. 2016 auf Sylt war sie mir etwas zu süß und füllig, was sich mit weiterer Alterung sicher wieder ä#ndert – WT92+. Die Wehlener Sonnenuhr Auslese trocken von Dr. Thanisch Erben Müller-Burggraef war 2009 sehr dicht und kräftig, mineralisch und komplex mit toller Länge am Gaumen – 90/100. Der geschliffene, mineralische Saar Riesling von Van Volxem war 2007 auf Sylt ein prachtvoller Sommerwein mit herrlicher Frucht und spielerischer Eleganz– 87/100. Grandios 2012 auf Sylt der petrolige Altenberg von Van Volxem – WT94. 2013 an gleicher Stelle gefiel er mir weniger, wurde im Glas immer breiter – WT89.

Die Goldloch Spätlese von Diel ist mit ihren 8% überzeugte 2015 mit der feinen, schmelzigen Honignase, die sich am Gaumen fortsetzte – WT90. Das Dellchen GG von Dönnhoff war 2009 und 2010 mehrfach ein unerhört stoffiger, mineralischer Wein mit reifer Frucht und sehr guter Struktur – 92/100. Die seit 2008 gut 20mal getrunkene Hermannshöhle GG von Dönnhoff wirkte vorne und in der Nase 2014 wieder erstaunlich reif und süß, fast etwas prall, aber dahinter sitzen eine gewaltige Struktur, die typische Mineralität und eine hohe Säure. Im Gegensatz zu vielen anderen 2006ern dürfte sich dieser große Wein wohl wieder fangen und noch für so manche Überraschung sorgen – WT94. Der Kreuznacher Kahlenberg Spätlese trocken von Dönnhoff war 2008 aus der Magnum ein sehr feiner, mineralischer Riesling mit guter Säure, der eher mit leisen Tönen auftrat – 89/100. Der Riesling Kabinett Porphyr von Dönnhoff war 2009 sehr extraktreich mit deutlicher Mineralität und frischer Fruchtigkeit – 88/100. Das Frühlingsplätzchen Kabinett trocken von Emrich-Schönleber war 2007 ein herrlich frischer, rassiger Riesling mit knackiger, fast bissiger Säure, reintöniger Frucht und schöner Mineralität - WT87. Halenberg GG von Emrich-Schönleber war 2012 mehrfach ein sehr mineralischer, komplexer, reichhaltiger Wein mit cremiger Textur, sehr lang am Gaumen – 93/100. Beim Riesling Halenberg R von Emrich-Schönleber war 2009 nur in der sehr mineralischen Nase die dezente Restsüße spürbar, am Gaumen war sie durch die knackige Säure praktisch nicht existent. Ein brillianter, spannender Wein, damals schon mit gut 92+/100 lustvoll antrinkbar. Halenberg GG von Schäfer-Fröhlich war 2012 schlank, fein, elegant mit pikanter Frucht – 92/100.

Dicht, mineralisch, zupackend und noch sehr jung 2015 der Berg Schlossberg von Breuer, der sich über längere Zeit entwickeln wird – WT91+. Die Hochheimer Hölle Kabinett trocken von Künstler war 2007 eine geniale Mischung aus Kraft, mineralischer Eleganz, Länge und Fülle, aus feiner Frucht und rassiger Säure – 91/100. Die Hochheimer Hölle Goldkapsel von Künstler zeigte 2012 mehrfach Aprikose in ihrer schönsten Form, sehr mineralisch und immer noch blutjung - 95/100. Die Hochheimer Kirchenstück Spätlese trocken 1. Gewächs von Künstler zeigte 2009 eine wunderbar präzise, glockenklare Frucht, reifen süßen Pfirsich, am Gaumen sehr extraktreich, fruchtig mit feiner Extraktsüße, intensiver Mineralität und knackiger Säure, blieb dabei trotzdem schlank und elegant – 93/100. Der Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben von Leitz war 2010 mit opulenter, dekadenter Frucht, unterlegt mit hoher Mineralität und knackiger Säure, einfach ein geiler Stoff, weißer Weinhedonismus pur – 95/100. Ein Oestricher Lenchen 1. Gewächs von Spreitzer hatte 2012 reife weiße und gelbe Früchte, mineralisch, nur ein Hauch von Petrol, schöne Fülle und Länge, deutliche, aber sehr reife Säure – 92/100.

Noch ein Weinbaby 2009 der Hochheimer Reichestal Spätburgunder trocken RR von Künstler, eher helle Farbe, sehr jung, hohe Säure und massive Astringenz, die Nase entwickelt sich rasch und zeigt eine betörende Aromatik, beerig mit Johannisbeere und Brombeere, auch etwas wild und animalisch, der Gaumen bleibt verhalten – WT90+.

Ein echtes Monument war 2012 auf Sylt der Pettenthal Riesling von Gunderloch mit gewaltiger Mineralität, zupackend, sehr lang einfach genial - 94/100. Sensationell 2012 bei Stappen der Brudersberg von Heyl zu Hernsheim mit gewaltiger Mineralität und Struktur, reifem Pfirsich und vor allem mit der Minze und dem Eukalyptus eines Heitz Marthas – WT95.Traumhaft 2012 auf Sylt in der großen Abtserde Vertikale die leicht gereifte, aber immer noch altersfreie Nase das Abtserde GG von Keller, dem Erstlingsjahrgang. Ein hocheleganter, sehr mineralischer, feiner und trotzdem sehr nachhaltiger Tropfen. Am Gaumen bei aller Eleganz und Finesse mit geradezu explosiver, sehr druckvoller Aromatik, einfach brilliant und sehr komplex. Ein grandioser Wein, bei dem alle Elemente harmonisch zusammen passten und der sehr lang am Gaumen blieb – 97/100. 2013 ein großer Weißwein in erster Trinkreife, weich, cremig, sehr mineralisch, kräftige und lang am Gaumen – 95/100. Reif und rund, sehr stimmig mit gewaltigem Tiefgang 2015 auf der Abtserde-Vertikale aus der Magnum. Dürfte sich auf diesem Niveau aber noch lange halten - WT95. Der Hubacker von Keller ließ 2008 noch wenig raus und wirkte eher schlank in der Statur – 91/100. 2009 war das ein gewaltiges, komplexes Teil mit unglaublicher Länge, das den gesamten Gaumen mit Beschlag belegte – 95/100. 2013 auf Sylt trotz einer Spur 2006er Boytritis voll da mit viel Kraft – WT92. 2015 auf Sylt noch so frisch mit guter Säure und viel Kraft – WT93. Das geniale Kirchspiel GG von Keller war 2014 ein Riesenwein, unglaublicher, aromatischer Druck gepaart mit betörender Eleganz und sehr guter Länge, einfach ein perfekt (an)gereifter Traum – WT95. 2015 Spielerisch, elegant mit feinem Schmelz, aber auch mit guter Säure und aromatischem Druck – WT93. Die in den ersten Jahren recht schöne, häufiger auf WT92 Niveau getrunkene Aulerde GG von Wittmann war zuletzt 2013 sehr reif, weich und gefällig mit wenig Säure. Gehört getrunken – 89/100. Der Morstein GG von Wittmann hatte 2015 durchaus Fülle und Kraft, wirkte aber aus dieser Flasche deutlich weiter als vor Jahresfrist bei der großen Morstein/Morstein Probe – WT93 (damals WT96).

Auf dem Punkt war 2015 der Spätburgunder Dalsheimer Bürgel Felix von Keller mit der Traumnase eines großen Burgunders und burgundischer Finesse pur am Gaumen - WT95. 

Sehr gut gereift und blitzsauber 2016 das Kirchenstück GG von Acham-Magin – WT93. Das Kirchenstück GC von Bürklin-Wolf besaß 2017 eine großartige Struktur, straffe Mineralik und wunderbaren Schmelz – WT95. Der Langenmorgen PC von Bürklin-Wolf wirkte 2014 sehr würzig, mineralisch mit cremiger Textur, noch voll da und kräftig, trank sich einfach wunderbar – WT92. Noch sehr jung mehrfach 2011, 2012 und 2013 der schlank und sehnig wirkende Idig GG von Christmann mit straffer Säure, ein Langstreckenläufer – 91+/100. Ein klassischer 2006er 2016 die Kallstadter Saumagen Auslese trocken von Koehler-Ruprecht. Wirkt füllig mit Honignoten und etwas unausgewogen – WT90.

Der Im Sonnenschein Spätburgunder R von Rebholz war 2013 auf Sylt kräftig, rustikal mit deutlicher Säure – 90/100.

Sehr dicht, konzentriert, kräftig, komplex und lang mit noch deutlich spürbaren, aber reifen Tanninen war 2011 der Trilogia von Kokkalis. Wird sich über lange Zeit entwickeln und hat Potential für 94-95/100.

Der Imperial von Schloss Halbturn hatte 2010 rauchige Röstaromatik, frische, pikante Beerenfrucht, reife Schwarzkirsche, herrlich süßer Schmelz, Bitterschokolade und sogar Anklänge von Marzipan mit viel Biss und gutem Tannin- und Säuregerüst – 93/100. Lamarein hatte 2009 Weihnachtsgewürze ohne Ende, Lakritz, tolle Struktur, braucht viel Luft und eigentlich noch ein paar Jahre, 95+/100 mit Potential für 97-98/100. Der Villa Gresti von San Leonardo war 2015 ein sehr eleganter, feiner Merlot mit kräftiger Säure – WT91. Der Kairos von Zymé war 2011 ein alkoholreicher, wilder Wein, hochkonzentriert, extrem vielschichtig und facettenreich, Kakao pur, Zimt, reife Kirsche, Zigarrenkiste, reichlich Schokolade, eine ganze Sammlung süßer Waldbeeren, auch am Gaumen so schokoladig, ein großer Ausflug durch die Lindt-Konfiserie, noch sehr jung mit Länge ohne Ende – 96/100.

Der Manna IGT von Franz Haas aus den Dolomitenwa 2008 ein durchaus spannender, recht voluminöser, fruchtiger Wein mit einer etwas parfümiert wirkenden Nase – 87/100. Der Löwengang Chardonnay von Lageder war 2009 sehr fein elegant mit schöner Frucht und guter Säure, aber auch etwas zurückhaltend und schüchtern – 89/100. Sehr fein, elegant und geradlinig 2008 der Cason Hischprunn Chardonnay von Lageder – WT87.

Were Dreams von Jermann war 2008 und 2009 mehrfach ein kraftstrotzender, sehr nachhaltiger, komplexer Chardonnay – 93/100. Füllig, fruchtig, aber auch etwas breit und offensichtlich 2008 ein Pojer e Sandri Chardonnay – WT83.

Sehr kräftig 2014 der Sori San Lorenzo von Gaja mit dunklen Früchten, Rosenblättern, Lakritz, Menthol, teeriger Mineralität und enormer Substanz, da kommt mit den Jahren noch mehr – WT95+. Noch blutjung, aber mit soviel aromatischem Druck und soviel Dichte und Länge der atemberaubende Barolo Ca d´Morissio von Mascarello mit irrem Potential – WT97+. Großes Potential zeigte 2017 auch der Barolo Monprivato von Mascarello, bei dem ein paar Jahre warten lohnt – WT95+. Offen, zugänglich, süß, aber 2015 für mich zuwenig Struktur beim Pelissero Babaresco Vanotu – WT90.

Sehr guter Toskana-Jahrgang mit kräftigen Weinen für längere Lagerung.

Der Pian delle Vigne von Marchesi Antinori zeigte sich 2016 reif und zugänglich mit feiner Kirschfrucht – WT92. Der Il Pino di Biserno hatte 2010 reife, dunkle Frucht, jugendliche Röstaromatik, weich, schon erstaunlich zugänglich mit feiner Herbe im Abgang – 91/100. Offen, modern, etwas poliert aber mit viel Trinkspaß 2009 der Brancaia Il Blue – WT92. Der Brunello Ceretalto von Casanova di Neri hatte 2012 mit Brunello wenig zu tun. Ein gewaltiges Konzentrat, eher eine hypothetische Mischung aus Latour und Hermitage la Chapelle. Bleibt ewig am Gaumen – WT97. Sehr überzeugend auch 2015 wieder mit dieser traumhaften Lakritz, Minze und Veilchen Mischung. So kräftig, nachhaltig und lang - WT97. Völlig daneben 2012 der total Brett-verseuchte Flaccianello. Sehr offen und zugänglich zeigte sich Ende 2012 im Val Rosegg der schokoladige Guado als Tasso - 92/100. 2014 immer noch sehr kraftvoll, trüffelig, Bitterschokolade, erster, feiner Schmelz – WT94. Füllig und reif 2013 mit Kirsche und Kräutern in der Nase der Paleo von Le Macchiole – WT93. Großes Kino 2014 natürlich der gewaltige, konzentrierte Masseto, der mit seinem guten Tannin- und Säuregerüst und der reifen Frucht dunkler Beeren noch so jung und frisch wirkte, dabei so unglaublich elegant und stimmig mit ewigem Abgang – WT97+. Wirkte 2017 auf hohem Niveau etwas verhaltener – WT96. Aus einer weiteren Flasche 2017 offener, ein dekadenter, süßer, üppiger Crowd Pleaser – WT97. Schlichtweg ein Traum 2012 der erste Schluck des ultrararen Miani Refosco Calvari, ich fing gerade an, mich über den bisher besten Wein des Abends und ein großartiges Weinerlebnis zu freuen, da kam dieser ekelhafte Kork zum Vorschein und wurde immer stärker. Heftig 2013 der explosive Patrimo von Feudi di San Gregorio mit Massen reifer Frucht, Graphit, Schokolade, Vanille und Holz, könnte noch ein paar Jahre brauchen - 92+/100. Der Montepeloso Eneo stieß 2009 qualitativ schon in Gabbro-Regionen vor und war der bisher mit Abstand beste Eneo – 93+/100. Ornellaia hatte 2009 sattes, dichtes Kirschrot, massives, feinkörniges und reifes Tannin, ein gewaltiges, jugendliches Fruchtkonzentrat, sehr präzise Konturen, hohe Mineralität und natürlich immer noch ein Weinbaby, das sicher 5 Jahre weggelegt gehörte – 93+/100.Le Volte von der Tenuta de l`Ornellaia war 2008 ein lebendiger Spaßwein auf hohem Niveau – WT90. Serre Nuove von der Tenuta dell´Ornellaia war 2009 ganz nett, junge, frische Frucht mit viel Röstaromatik, recht dichte Farbe, viel Kraft, aber wenig Komplexität – 89/100. Petra hatte 2010 eine hedonistische, dekadente, süße Frucht, aber da war gleichzeitig eine erstaunliche Frische und Leichtigkeit – WT93. Petrolo Galatrona überrollte 2009 mit der explosiven Aromatik, dem gewaltigen Tannin- und Säuregerüst mit toller Länge den Gaumen förmlich – 94/100. Der Brunello von Poggio di Sotto hatte 2015 eine süchtig machende Nase, so hoch elegant, so fein mit intensiver Aromatik und viel Tiefgang, der Cheval Blanc der Toskana – WT97. Ähnlich, etwas verschlossener, 2017 der Brunello Riserva von Poggio di Sotto – WT96. Der Taffe Ta´ von Poggiopiano war 2010 ein gewaltiges, dichtes Konzentrat reifer, dunkler Früchte mit schon fast unglaublicher, brachialer Gewalt, aber auch toller Struktur und mächtigem Tanningerüst – WT95. Der d'Alceo vom Castello di Rampolla war 2015 tintig, kräftig, dicht, sehr konzentriert und dunkelbeerig mit deutlichen Tanninen – WT94. Ein dickes, mächtiges Teil war 2012 der Saffredi mit kräftigen Tanninen, satter, dunkler Frucht, aber auch guter Struktur und Mineralität, ein typischer 2006er Toskaner halt, einfach 5 Jahre weglegen, dann kommen statt der heutigen 92 vielleicht bis zu 95/100 ins Glas. Ein gewaltiges Tanninmonster war 2010 der Picconero von Tolaini. Pflaumige Frucht, Kraft, Fülle, sehr konzentriert mit noch bissigen Tanninen, entwickelt sich im Schneckentempo. Nach drei Stunden in der Karaffe hatte er sich zumindest stückweit geöffnet und wirkte etwas leichtfüßiger und eleganter – 92+/100. Warten lohnt immer noch beim Sassicaia, obwohl der sich 2015 mehrfach aus 1/1 und ½ schon erstaunlich offen zeigte. Sehr fein und elegant mit traumhafter, süßer Frucht, gut eingebundenes, aber noch spürbares Holz mit Vanille, Mineralität, reife, aber sehr präsente Tannine, so elegant und harmonisch. Dürfte noch zulegen und sich perfekt in die größten Sassicaia-Jahrgänge einordnen – WT96+. Zeigte sich auch 2016 auf Sylt wieder in dieser bestechenden Form . WT96+. Gut zu trinken war 2010 der recht zugängliche, von pikanter Kirschfrucht geprägte Valdisanti von Tolaini – 90/100. Superb 2013 der Valdicava Brunello Riserva mit Kraft und Struktur für Jahrzehnte, vielleicht der bisher beste Madonna del Piano des Gutes - 95+/100. Der Maddalena von Villa Caviciana hatte 2010 viel Rumtopf, war süß, aber auch mit bemerkenswerter Frische – 92/100.

Der Etnarosso von Cottanera war 2011 sehr mineralisch, als ob Lava da reingerieben wäre, feine Kirschfrucht, Kräuterwürze, weiche, reife Tannine, ein spannender, eigenständiger Wein – 91/100. Der Tasca d´Almerita Cabernet Sauvignon war 2016 noch jung und zupackend mit dunkler Frucht, Cabernet Würze, Lakritz und Mineralität – WT91.

Der Grüne Veltliners Eichenstaude von Kurt Angerer war 2010 kräftig, saftig, würzig, mineralisch und pfeffrig – WT92. Gut gereift und würzig 2012 der Grüne Veltliner Kies von Kurt Angerer - 87/100. Der Grüne Veltliner Ried Käferberg von Bründlmayer hatte 2008 pfeffrige Frucht, animierende, frische Säure, tiefgründige, mineralische Würze, feine Kräuter, Minze, die 14% Alkohol gut verpackt, wirkte recht elegant mit schönem, langem Finish – 91/100. Ausnehmend gut gefiel mir zuletzt 2012 der Grüne Veltliner Ried Lamm von Bründlmayer, ein großer, sehr komplexer Wein aus großem Jahrgang, endlich reif und doch mit noch langer Zukunft - 95/100. Der Riesling Unendlich von FX Pichler hatte 2007 in der Nase satte, reife Marille, am Gaumen hohe Mineralität, sehr druckvoll mit cremiger Textur. Doch das zivile, offene dieses Weines täuschte. Wir streichelten da eine lieb schnurrende, nette, große Katze, die sich in ein paar Jahren in einen bissigen Tiger verwandeln wird. Mächtige Anlagen hat dieser große Wein, für die er aber Zeit braucht – 93+/100. Furztrocken, aber mit viel Strahlkraft 2008 ein Grüner Veltliner Axpoint Smaragd von Hirtzberger – 88/100. Der Grüne Veltliner Smaragd Honivogl von Hirtzberger war 2008 Weltklassewein aus einem überragenden Jahrgang in erster, jugendlicher Trinkphase mit reifer Marille, ungeheurer, mineralischer Dichte und pfeffriger Würze, reitet am Gaumen eine Attacke nach der anderen und überzeugt gleichzeitig durch eine cremige Textur, ein großer Wein mit ebenso großer Zukunft - WT96. Der Riesling Singerriedel Smaragd von Hirtzberger hatte 2008 eine explosive Aromatik, da brannte ein komplettes Feuerwerk am Gaumen ab. Natürlich war da reife Frucht mit schöner Fruchtsüße, viel Mineralität, delikate Würze und ein gutes Säuregerüst, aber das Zusammenspiel aller Komponenten, diese totale Harmonie war hier das Erlebnis. Wer schon immer von einem großen Meursault mit perfekt gereifter Rieslingfrucht geträumt hat, hier ist diese Mischung, ein großartiger, schlichtweg atemberaubender Weltklassewein – 97/100. Sehr komplex und nachhaltig mit gewaltigem Potential 2011. 2012 nicht mehr so sexy wie in der jugendlichen Fruchtphase und derzeit eher in einer Art Übergangsstadium, aber immer noch faszinierend – 94+/100. Der Grüne Veltliner Kreutles Smaragd von Knoll war 2010 sehr fein, kräuterig, elegant und nachhaltig – WT93. Unspektakulär war 2011 der Grüne Veltliner Smaragd Loibner Berg von Knoll, würzig, etwas reduktiv, derzeit in schwieriger Phase, wirkte alkoholisch und etwas brandig – 87/100. Beeindruckend 2009 der Riesling Vinothek von Knoll, reintönige Frucht, hohe Mineralität, druckvolle Aromatik, und das alles mit unbeschreiblicher Eleganz, ja fast Leichtfüßigkeit – 95/100. Der Tatschler von Kollwentz war 2008 aus der Magnum ein traumhaft schmelziger, weicher Chardonnay, der bereits einen immensen Spaß machte – 91/100. Legte 2009 noch mal deutlich zu – WT93. Ried Scheiben Grüner Veltliner Lagenreserve von Leth aus Wagram war 2008.ein gewaltiges Geschoss mit sattem Steinobst und viel Mineralität, aber mehr Kraft als Finesse, wurde mit der Zeit etwas breit und langweilig, wozu sicher der spürbare Alkohol(14,5%) seinen Teil mit dazu tat – 89/100. Cremig, pfeffrig mit guter Säure ein Grüner Veltliner von Fred Loimer – WT92. Die Grüner Veltliner TBA von Nigl hatte 2009 eine würzige, füllige Honignase, sehr kräftig und lang, sehr süß und trotz guter Säure etwas dick und ungelenk wirkend - WT93. Der Riesling Im Weingebirge vom Nicolaihof hatte 2015 zwar noch Säure, aber keine Frucht mehr und wirkte ziemlich flach – WT89. Der Grüne Veltliner Rosenberg Reserve von Ott zeigte 2008 trotz aller Kraft und Dichte noch die Typizität dieser Rebsorte und die pfeffrige Würze, blieb dabei erstaunlich schlank und elegant mit cremiger Frucht – 93/100. Der Grüne Veltliner M von F.X. Pichler hatte 2009 eine unwahrscheinlich gewaltige, komplexe, dichte, mineralische Nase, die mit ihrem ungeheuren Druck eher an einen Le Montrachet erinnerte. Auch am Gaumen war dieser Wein ein sehr beeindruckendes, vielschichtiges, extrem druckvolles Monument mit schier ewiger, Minuten dauernder Länge im Abgang – WT98. Grüne Veltliner Kellerberg Smaragd von FX Pichler war 2008 ein gewaltiger Wein, der am Gaumen kräftig zupackte, sehr würzig mit viel weißem Pfeffer, druckvoll, Dörrfrüchte, sehr lang und sicher erst am Anfang – 96/100. Parallel dazu probierten wir diesen Wein 2008 auch noch als Reserve. Das ist eine Version, die bei gleichem Alkoholgrad zusätzlich deutliche Restsüße besitzt und auf der Flasche als „lieblich“ bezeichnet wird. Nur gehört dieser Wein eigentlich mit einem Zeitschloss versehen. Die Nase ist weicher und cremiger als bei der trockenen Variante. Am Gaumen aber wirkt diese Reserve bei aller Kraft durch die deutliche Süße völlig unharmonisch. Aber in 15 Jahren möchte ich diesen Wein gerne noch mal ins Glas bekommen. Im Stile großer Weine von Zind Humbrecht wird dann aus dieser österreichischen „Vendage tardive“ ein komplexer, großartiger Spitzenwein geworden sein mit Potential für 95/100 und vielleicht sogar mehr. Kräftig, aber auch etwas hohl und für den großen Jahrgang eher enttäuschend wirkte 2010 ein Achleiten Riesling Smaragd von Rudi Pichler – 87/100. Was am Sauvignon Blanc Classic von Sabathy klassisch sein soll, war mir 2007 unerklärlich. Ein wohl mit Reinzuchthefen auf neumodisch-fruchtig getrimmter, polierter Allerwelts Sauvignon Blanc, der von überall her kommen könnte – 84/100. Der Sauvignon Blanc Privat vom Sattlerhof zeigte 2016 aus der Magnum eine enorme Kraft und Länge, viel Feuerstein, das Holz inzwischen gut verdaut und integriert – WT93. Der Grüne Veltliner Reserve Lindberg von Salomon Undhof war 2009 ein tollen Charakterstoff mit schönen Würznoten und vielen Kräutern – 92/100. Der Sauvignon Blanc Zieregg von Tement hatte 2008 eine raumhafte Frucht, Stachelbeere, Litschis, frische Kräuter, cremige Textur, gut eingebundenes Holz und schöne Länge, für mich nach wie vor einer der mit Abstand besten Sauvignon Blancs dieser Erde – 94/100.

Sehr jung, dicht und mit gewaltigem Potential 2012 der Salzberg von Heinrich, der sicher mal die Klasse des grandiosen 2004ers erreichen kann, dafür aber noch ein paar Jahre braucht – 93+/100. Sehr kräftig, füllig mit pflaumiger Frucht 2014 der Steinzeiler von Kollwentz - WT94. Der Alte Reben Lutzmannsburg von Moric war 2014 grandios mit präziser Struktur und puristisch schöner Frucht – WT95. Der Nit´ana von Nittnaus war 2010 ein netter, gefälliger, füllig-würziger, aber nicht sonderlich aufregender Wein – 86/100. Ein süßer, schokoladiger, weicher, reifer Pöckl Merlot trank sich 2011 wunderbar – 91/100. Der Mystique von Pöckl wirkte 2014 extrem jung und dicht mit konzentrierter Frucht und massiven Tanninen – WT94+. Jung, dicht, mit gewaltigem Potential 2012 der Salzberg von Heinrich – WT93+. Der Blaufränkisch Oberer Berg von Triebaumer hatte 2010 reife, aber sehr präzise Beerenfrucht, Brombeere, Blaubeere, immer noch massive Tannine und kräftige Säure, aber auf hohem Niveau schon gut antrinkbar mit viel Zukunft – WT90+. Der Pinot Noir Grand Select von Wieninger war 2014 burgundisch im besten Sinne mit pikanter, eleganter Frucht, Kirsche, reife Himbeere, sehr würzig, viel Tabak, dezente Röstaromatik, spielerisch-elegant. Gute Säure- und Tanninstruktur sorgt für langes Leben - WT93.

Eine tiefe Farbe hatte 2017 der Chardonnay Unique von Donatsch aus der Magnum und den dazugehörigen Tiefgang. Enorme Kraft und Fülle, Trockenfrüchte, feine Kräuternote, harzig und - obwohl absolut trocken - mit Tannenhonig, dazu ein prächtiger Abgang -WT95. Der Gantenbein Chardonnay wirkte 2014 auf Sylt mit feiner Kräuternote etwas kräftiger und kerniger als der parallel getrunkene 2005er – WT93. 2016 perfekt gereift, so stimmig, so cremig, so elegant, so druckvoll und lang am Gaumen – WT95. Der Completer von Studach hatte 2012 eine feine Stachelbeernote, aber auch Mirabelle und Quitte, bei aller Kraft erstaunlich frisch mit guter Säure und Länge – WT91.

Ein Pinot Noir à l´Ancienne Sierre von Gérard Clavien war 2010 sehr geradlinig, puristisch, klassisch. Am Gaumen und im Abgang etwas streng mit deutlicher Bitternote – 88/100. Kräftig und ausdrucksstark 2014 auf Sylt der Gantenbein Pinot Noir – WT95. Auch 2016 mit enormer Kraft immer noch am Anfang eines langen Weges, da kommt mit den Jahren noch deutlich mehr – WT94+. 2017 aus der Magnum enorme Kraft, Tiefgang und Länge, dazu erster, feiner, burgundischer Schmelz – WT95+. Der Rampèda Merlot von Marco und Vincenzo Meroni hatte 2010 eine deutliche Gewürzkräuternote, mineralisch, kräftig mit toller Struktur, erst ganz am Anfang – 92+/100.

Leicht entsetzt war ich 2010 vom Avan Cepas Centenarias. Klar war der noch etwas verschlossen, aber er wirkte auch dick, dumpf leicht oxidativ und schwerfällig mit massig dunkler Frucht – WT86. Der Vina del Olivo von Vinedos del Contino aus dem Rioja war 2010 ein zwar noch sehr junger, aber absolut stimmiger Wein mit feiner, kräuteriger Note, grünen Oliven, sehr guter Säurestruktur und viel Finesse – 94/100. Der Malleolus von Elias Moro hatte 2009 zu Anfang eine etwas parfümiert wirkende, florale, kräuterige Nase, dazu reife Himbeere und auch Erdbeere, was eher an Chateauneuf erinnerte, wandelte sich rasch und baute enorm aus, zeigte immer mehr Cassis, aber auch mächtige, reife Tannine, dazu süßen Schmelz sowie eine immense Fülle und Länge – 94/100. Tiefdunkel 2010 der El Vell Coster von Pasanau Germans aus dem Priorat, ein sehr konzentrierter Wein von alten Granacha-Reben, ein dichtes Kraftpaket mit massig süßen Kräutern, Thymian pur, aber in dieser Kräuterorgie auch nicht unangenehm medizinal wirkend und an Hustensaft erinnernd, ein durchaus spannender, vielschichtiger, sehr gehaltvoller Wein – 92/100. Würzige Fülle zeigte 2010 der Finca Cascorales von Solano aus dem Ribera del Duero. Nur 1187 Flaschen gibt es von diesem dichten, kräftigen, aber durchaus auch finessigen und zugänglichen Wein, der eine erstaunliche, leichte, karamellige Süße zeigte – 91/100. Der Arbossar von Terroir al Limit aus dem Priorat war 2011 ein dichter, packender Wein, lakritzig, teerig, so intensiv in der Frucht, dass er fast weh am Gaumen tut, dabei mit einer unglaublichen Präzision und Frische, sehr komplex mit guter Säure und ewigem Abgang, wurde im Glas immer besser, ein Riese – 97/100.

Der As Sortes aus Galizien von Rafael Palacios hatte 2007 eine ausdrucksstarke, komplexe Nase mit Zitrusfrüchten, Äpfeln, Kräutern und Mineralien. Am Gaumen frisch mit Limetten und Zitrus, erdigen Noten, sehr mineralisch, entwickelte sich wunderbar im Glas und war ein perfekter Begleiter unserer köstlichen Vorspeisen – 92/100. 2007 in der Spanair Lounge war der an gleicher Stelle auch aus den Vorgängerjahren schon gerne häufig genossene Vina Esmeralda von Torres ein unkomplizierter, frischer Wein mit einer erstaunlich vielschichtigen Aromatik. In der Nase reicht das von Blütenduft über Pfirsich und reifer Banane(!) bis hin Jasmin. Gute Säure am Gaumen, macht einfach Spaß, diese ungewöhnliche Cuvée aus 85% Moscatel und 15% Gewürztraminer – 87/100. 2008 gab es dann in der Spanair Lounge den Gran Vina Sol von Torres. Vanillig, kräftig, mit Pfirsicharomen und etwas Fenchel – 87/100.

Der Colgin IX Estate polarisierte 2010. Für mich war das ein tiefdunkles, sehr dichtes, künstlich wirkendes, überzogenes Konzentrat, das von Überall und Nirgendwo stammen konnte - WT91. Dominus wirkte 2010 noch jung mit perfekter Struktur und präziser Frucht, aber auch Röstaromatik. Ein zwar jetzt in dieser jugendlichen Fruchtphase schon unwiderstehlicher, aber doch für lange Zeit gemachter Dominus – WT96.Sehr mineralisch mit erstaunlich kühler Eleganz und deutlichem Tanningerüst zeigte sich 2014 der auch in der Frucht puristische Harlan – WT97. Der Heitz Martha´s Vineyard hatte 2011 noch reichlich Babyspeck, aber er trank sich einfach verdammt gut, sehr süß, sehr reichhaltig mit toller Frucht und der typischen Coca Cola Note junger Heitz, erinnert etwas an 2002, besitzt aber gutes Rückrat und dürfte gut altern – 95/100. Der Maybach Materium war 2010 etwas dichter, jünger als der 2005er wirkend bei sonst ähnlicher Stilistik, sehr mineralisch und an einen großen, jungen Mouton erinnernd – WT96. Auch 2016 wieder Hedonismus pur, im Vergleich zu 2005 der dichtere, kräftigere – WT96. Chateau Montelena kam mir 2012 „spanisch“ vor mit seiner heißen Rioja-Nase. Einfach zu üppig, zuwenig Struktur – 92/100. Etwas ruppig noch 2015 der Phelps Insignia, die geile, typische Cassis Frucht dieses Weines hinter dichten Tanninen versteckt - WT93+. Noch deutlich zu jung war 2010 der Screaming Eagle. Etwas diffus zu Anfang der Nase, die eher an Putzmittel erinnerte, als an einen großen Beerenkorb, bissig und massiv am Gaumen die Tannine, baute mit der Zeit immens im Glas aus und wurde fülliger, fruchtiger und süßer, sicher ein Wein mit Langstreckenpotential – 94+/100. 2016 immer noch sehr jung mit deutlichem Tanningerüst, dunkelbeerige Frucht, wunderbare Balance aus Kraft und Eleganz, gute Struktur und Säure, dürfte gut altern und mit den Jahren noch zulegen – WT95+. Der fleischige Screaming Eagle Second Flight war 2016 nicht der komplexeste aller Weine, aber sehr gefällig und Merlot-betont. In der Nase Espresso mit einem dicken Stück Bitterschokolade, am Gaumen feiner Schmelz – WT92. Shafer Hillside Select war 2010 recht schwierig zu verkosten. Klar war der sehr süß, sehr fruchtig, aber eben auch mit massig Babyspeck. Wird mal ein sehr guter Hillside Selects auf 96-97/100 Niveau. Spottwoode war 2010 ein Wein, der wunderbare Frucht, wiederum reife Brombeere, aber auch Kräuter, Bitterschokolade und hohe Mineralität mit sehr guter Struktur und Präzision verbindet – 96/100.

Sehr spannend, eigenständig und vielschichtig 2014 der Alban Viognier Estate mit tiefer Farbe. In der Nase Wildhonig, getrocknete Kräuter und reife, exotische Früchte, am Gaumen enorme Kraft, cremige Textur und langer Abgang – WT93. Erstaunlich schlank 2010 der Grgich Hills Chardonnay, Zitrusfrüchte, Apfel, ein Hauch exotischer Frucht, gut eingebundenes Holz und eine erfrischende Säure – WT90. Noch frisch 2016 der Kistler Chardonnay Durell Vineyard, sehr nussig, mineralisch mit feinem Schmelz und gutem Rückgrat und Säure, hat sicher noch längere Zukunft – WT94. Erstaunlich, wie der ansonsten heftige Kongsgaard Chardonnay 2010 mit viel exotischer Frucht, gerösteten Haselnüssen, guter Mineralität, aber auch deutlichem Holz und Vanille mit guter Säure noch den Spagat zu Eleganz hinbekam – 92/100. Der Pahlmeyer Chardonnay hatte 2010 deutlich mehr Vanille als Frucht, der Alkohol gefühlt noch höher als die 14,9 % des Etiketts. Ein Wein, der sicher noch etwas zu sich finden musste, damals zu dick, zu fett, zu alkoholisch – 90+/100. Der Ridge Monte Bello Chardonnay war 2010 ein eleganter, finessiger Traum-Chardonnay, sehr lang im Abgang – WT94.

Der Antica Terra Williamette Valley Pinot Noir aus Oregon wirkte 2008 in der Nase erst leicht animalisch, dann immer mehr polierte, etwas aufdringliche Frucht. Durchaus kein schlechter Wein, aber da fehlte einfach der Tiefgang, brach am Gaumen abrupt ab – 87/100.

Gewaltiges Potential und großartige Frucht zeigte 2013 der derzeit doch arg verschlossene Penfolds Grange, bei dem etliche Jahre Warten angesagt sind - WT95+.

Der Penfolds Yattarna war 2013 ein sehr feiner, eleganter Chardonnay mit kräuteriger, minziger Frische und guter Säure - WT94.

Der 2014 auf Sylt getrunkene Providence Matakana Private Reserve aus Neuseeland mit schwarzen Oliven in Bitterschokolade würde mit seiner guten Struktur auch nach Bordeaux passen – WT93.

Der Clos de los Siète aus Argentinien war 2008 an der Kampener Buhne 16 unkomplizierter, üppiger Genuss im Glas mit satter, dunkler, süßer Frucht und weicher, ausladender Textur – 88/100.

Dem Charme dieser Cassis-Bombe Cabernet Sauvignon von Errazuriz aus Chile. konnte man sich 2008 schwerlich entziehen, brachten doch die 14,5% Alkohol als Geschmacksträger das satte, pralle Fruchterlebnis mit voller Wucht an den Gaumen. Trotzdem, ich habe auch über den Wolken schon erheblich schlechter getrunken als die 88/100, die da rüber kamen. Der Montes Alpha M hatte 2010 weiche, schmelzige Frucht, Cassis pur, erstaunlich fein und eher feminin in der Anmutung, trank sich sehr schön – 92/100.

Der Hamilton Russel Pinot Noir aus Walker Bay in Südafrika war 2016 weich, reif, burgundisch mit betörender Aromatik – WT93. Ein großer „Chateauneuf“, würzig, komplex mit superber Frucht, war 2014 in Kapstadt und 2017 im Berens am Kai der nur mit 600 Flaschen produzierte Signal Hill Clos d´Oranje – WT96.

Sehr guter Champagner Jahrgang.

Erstaunlich offen mit Kraft, Fülle und intensiver Aromatik zeigte sich 2016 der bereits sehr gut trinkbare Dom Perignon, der aber noch zulegen dürfte – WT95+. Noch blutjung 2015 der Duval Leroy Blanc de Blancs mit fast aggressivem Mousseux, sehr schlank und mineralisch – WT90+. Der Roederer Cristal war 2016 auf Sylt mehrfach ein noch sehr frischer, aber kompletter, komplexer und sehr nachhaltiger Champagner – WT94.

Ein wunderbarer Kaffee-Schokolade Traum 2013 ein ein Kopke LBV