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2008

Ein solides, gutes Bordeaux-Jahr, das aber schnell im Schatten der überragenden 2009er stand.

Als solider, früh trinkbarer Klassiker zeigte sich 2017 der Phelan Segur – WT90.

Lynch Bages erschien uns 2012 nur als tanniniges Kraftmonster – 90+/100. Mouton Rothschild hat viel Potential und dürfte gut alter, zeigte sich aber 2015 im Saittavini noch recht tanninbetont – WT93+. Pichon Baron zeigte sich 2017 als balancierter, druckvoller Langstreckenläufer mit dunkler Frucht – WT94.

St. Pierre hatte 2012 eine tiefdunkle Farbe, animierende, jugendliche Röstaromatik, reife, schwarzbeerige Frucht, rauchig, mineralisch, voll und lang am Gaumen – 94/100.

Nur im Abgang fehlte es 2017 beim ansonsten überzeugenden Alter Ego de Palmer – WT89. Der Dufort-Vivens hatte 2016 in der Lufthansa Lounge viel Holz, wenig Frucht und noch weniger Freude – WT85. Die Nase des Kirwan versprach 2012 mit dunklen Storck Riesen mehr, als der etwas hohle Gaumen halten konnte – WT86.

In bestechender Frühform 2012 Ausone, der sich hier bei aller Kraft und Dichte erstaunlich weich, animierend und schokoladig präsentierte – 96/100. Gut gelungen 2017 mit feiner, kühler Frucht der elegante Canon-la-Gaffelière – WT91. (Über)reife Frucht hatte Figeac 2011 in der Nase, auch am Gaumen intensive Fruchtsüße, aber wenig Struktur und kurz im Abgang, wirkt etwas einfach gestrickt mit derzeit noch viel Babyspeck, könnte sich noch entwickeln – 89/100. Absolut großartig und einfach sexy, aber auch mit guter Struktur war Gracia 2015 aus einer perfekten Magnum – WT95. Sehr gelungen und balanciert zeigte sich 2017 der Pavie Macquin, jetzt in erster Trinkreife, aber noch mit guter Zukunft – WT94.

Ein gewaltiger Brocken war 2015 der Clinet, bei dem das Holz die dominante Rolle spielte, Frucht leider weitgehend Fehlanzeige. Ich gebe die Hoffnung noch nicht ganz auf, dass da irgendwann unter all dieser Eiche noch Frucht auftaucht. Wenn nicht, trocknet der 2008 Clinet schlicht und einfach aus. Dann sind selbst meine heutigen WT88 noch schmeichelhaft. Durchaus Zukunft könnte der 2011 getrunkene, noch viel zu junge, kräftige, tanninreiche Latour-à-Pomerol haben. Da ist genügend Substanz für eine längere Entwicklung, aber gleichzeitig ist auch reichlich Geduld gefragt – 90+/100.

Als sehr guter, stimmiger Wein zeigte sich 2017 der Domaine de L´A aus Côtes de Castillon mit toller Frucht – WT92.

2008 war in Burgund von den Wetterbedingungen her ein eher schwieriges Jahr, dass aber durch einen trockenen, sonnigen Herbst gerettet wurde. So gibt es neben dem üblichen Mist auch viele spannende Weine.

Eine geniale Trinkigkeit zeigte 2015 und 2016 der Volnay Les Caillerets von Boillot mit brillianter Frucht, Frische und guter Säure – WT94. Der Clos des Mouches von Dominique Laurent hatte 2013 viel Sauerkirsche, Säure und deutlich weniger Schmelz als die Weine, die ich aus dieser Lage von Drouhin kenne - WT88. Mit geradezu explosiver Aromatik ging 2015 beim druckvollen Gevrey Chambertin Clos St. Jacques von Dominique Laurent richtig die Post ab. Sicher nicht der feinste aller Burgunder und bestimmt nicht filigran. Aber ein Mörderteil mit gewaltigem Trinkspaß - WT94.Ein seidiger, saftiger, enorm druckvoller, schon erstaunlich gut trinkbarer Clos de la Roche von Lucien Le Moine zauberte 2013 einfach nur ein breites, zufriedenes Grinsen auf unsere Gesichter – WT95.Der Der Pommard 1er Cru Les Epenots von Lucien le Moine war 2011 weich, schmelzig, gefällig und zugänglich mit pikanter Frucht und guter Säure, aber irgendwo auch etwas harmlos und vordergründig – 90/100. Aus dem 2012 noch so harten, kernigen Knochen namens Vosne Romanée Les Suchots von Lucien Le Moine war 2013 bei Stappen ein ausdrucksstarker, nachhaltiger Traumburgunder geworden mit seidiger Eleganz, süßer Frucht und hohem Suchtfaktor. Und aus den konservativen 93/100 wird sicher noch mehr, denn dieser Wein hat noch eine enorme Zukunft. Sehr fein und elegant 2016 der Gevrey Chambertin 1er Cru von Mugneret-Gibourg mit feinem Spiel roter und blauer Beeren, der aus den jüngeren Reben des Ruchottes-Chambertin stammt – WT93. Schlank, mineralisch, fein 2014 in der BA Lounge der Santenay 1er Cru Clos Tavannes von La Pousse d'Or mit guter Säure – WT89. Viel zu jung 2014 der Chambertin Clos de Bèze von Armand Rousseau. Der startete sehr verhalten mit ungewöhnlich viel Brett in der Nase und wirkte in der ersten Anmutung fast wie ein (zu) junger Bordeaux, der vor Kraft kaum laufen konnte. Der brauchte unglaublich viel Luft und Zeit, um dann schließlich förmlich im Glas zu explodieren. Aus Brett wurde superbe Frucht, es entfaltete sich eine gewaltige Fülle, die Textur wurde immer samtiger, und dann war leider mein Glas leer - WT95+.

Mineralisch und ausdrucksstark mit guter Struktur 2017 der Chablis Grand Cru Les Preuses von Baron Patrick – WT92. Aus der Magnum war 2014 ein Puligny Montrachet von Bzikot sehr kräftig, nachhaltig und mineralisch, da kommt noch mehr – WT87+. Einfach, simpel und fruchtig, aber sauber gemacht 2013 der Chorey-les-Beaunes von der Domaine Chapuis – 85/100. Frisch, lebendig und balanciert 2013 der Poully Fuissé von Collovray & Terrier - 88/100. Schlank, frisch, mineralisch 2016 der Puligny Montrachet Les Folatieres von Genot-Boulanger – WT90. Mit kräftiger Struktur und Länge zeigte der Corton Charlemagne von Louis Latour gute Zukunft – WT92+. Der Chassagne Montrachet Les Caillerets von Lucien Le Moine war 2013 bei Stappen ein ziemlich fettes Teil, nussig mit tropischen Früchten, aber auch von Premox geprägt – WT88. Der Meursault Les Chevalières von Lucien le Moine war 2012 in kräftiger, würziger, sehr mineralischer, noch jung wirkender Meursault, der sicher noch zulegen kann – 90+/100. Ein Puligny Montrachet Les Combettes von Jacques Prieur hatte 2013 im D´Vine eine sehr reife Farbe und wirkte mit wenig Finesse 20 Jahre älter – WT88. Der Chablis Grand Cru Blanchots von Raveneau war 2013 sehr frisch, sehr mineralisch, Zitrusfrüchte, sehr präzise Struktur, entwickelte mit der Zeit im Glas aber auch nussige Fülle – WT93. Puristisch, karg und faszinierend 2017 der noch so jung wirkende Chablis Montée de Tonnerre von Raveneau mit präziser Zitrusfrucht und kalkiger Mineralität, dürfte noch zulegen – WT94+. Mineralisch, nussig, schmelzig und voll da war 2016 ein Corton Charlemagne von Remoissenet – WT92. Ein Corton Charlemagne von Michel Voarick war 2013 sehr schlank, noch zu jung mit intensiver, kalkiger Mineralität – WT91+. Viel Luft brauchte 2013 der Clos Vougeot Blanc der Domaine de la Vougerie. Wirkte zu Anfang sehr kompakt und verschlossen, baute dann mit Luft und Wärme aus, es blieb aber eine deutliche Säure. Die Nase erst floral, immer offener und verschwenderischer werdend, aber auch mit deutlichen Holz- und Vanillenoten. Am Gaumen kräftig und balanciert, aber durch die hohe Säure auch fordernd – 91/100.

Der Hermitage Blanc von Chave zeigte sich 2017 kräftig, füllig, druckvoll mit erdiger Mineralität – WT94.

Wie ein frisch geöffnetes Erdbeeryoghurt roch 2010 der laktisch wirkende Clos des Papes, jugendliche Frucht, nicht so dicht wie die Hammerjahre davor, aber gute Säure, hat sicher Zukunft – WT91+.

Ein Riesling Selectionée von Henri Kieffer&Fils zeigte, was so ein bisschen gezielt eingesetzte Restsüße doch ausmacht, ein sehr süffiger, fruchtiger, einfach sauleckerer Saufriesling – 85/100.

Als großer, spannender Jungwein zeigte sich 2010 der Coulée de Serrant. Deutliche Riesling-Affinität mit apfeliger Säure, ein spannender Jungwein, sehr generös mit cremiger Textur – WT92.

Ein spannender Essensbegleiter war 2010 aus der Appelation Limoux im Languedoc der Chateau d´Antugnac Las Gravas. Rauchige Barriquenote, viel gut eingebundenes Holz mit feiner Vanillenote, reife, gelbe Früchte, viel Quitte, kräftig mit leicht rustikalem Touch – WT89. Mit guter Struktur aus kühlem Jahr gut gelungen 2017 der Trevallon – WT93.

Wieder ein völlig unterschätzter, großer Jahrgang in Deutschland. So eine Art neuer 2004er. Die Weine haben sich prächtig entwickelt und dürften noch viel Zukunft haben.

Filigran 2011 der Frühburgunder von Kreuzberg mit delikater Frucht – 88/100. Der Spätburgunder No. 1 von Kreuzberg hatte 2011 eine süße Waldbeernase, Kraft und Fülle, feinen Schmelz, aber viel Holz, das noch verdaut gehört, dürfte sich noch entwickeln – 89+/100.

Schlichweg spektakulär 2012 auf Sylt der kräftige Chardonnay Schlossberg R von Huber – WT94. Die große Holzoper hingegen war der Weissburgunder Selektion A von Franz Keller, ein sehr kräftiger Wein, der etwas polterig wirkte – 86+/100. Ein Grauburgunder RS trocken von Salwey hatte 2011 kräftige, schmelzige Fülle mit gutem Säuregerüst, Kaiserstuhl pur mit viel Kraft, Mineralität, aber auch Finesse – 90/100.

Sehr fein und elegant 2016 der Häusleboden Spätburgunder GG von Heger – WT92. Weich, fruchtig und harmlos 2012 im Landhaus Mönchenwerth der Blaue Spätburgunder von Johner - 87/100. Der Pinot Noir For unto us a child was born von Jürgen von der Mark war 2010 eher herb statt süß, gut strukturiert statt schwabbelig, tiefgründig statt offensichtlich,wurde nie langweilig, entwickelt sich, zeigt immer neue Facetten und macht Lust auf den nächsten Schluck – 92/100.

Der Casteller Schlossberg Riesling GG war 2012 typisch fränkisch erdig, sehr mineralisch mit guter Frucht, knackiger Säure und leicht cremiger Textur, dazu bei aller Kraft mit Frische und Leichtigkeit - 91/100. Der Casteller Reitsberg Spätburgunder war 2012 weich, schmelzig mit der Aromatik eingelegter Zimtpflaumen - 87/100.

Das Brauneberger Juffer GG von Haag war 2013 auf Gregors Boot keine Ruhmestaat – WT87. Der Fahrlay von Clemens Busch war 2015 aus der Magnum offener und fülliger, aus der 1tel präziser und mineralischer, beide aus gleichem Keller – WT92. Taufrisch und mit viel Substanz und noch langer Zukunft 2013 der Marienburg Rothenpfad von Clemens Busch - 92/100. Der Saarburger Rausch Kabinett von Geltz-Zilliken war 2011 fruchtig, mineralisch, extraktreich, durch die knackige Säure harmonisch trocken wirkend und mit nur 7,5% Alkohol erfreulich leicht und erfrischend wirkend – 90/100. Sehr mineralisch, rassig und jung mehrfach 2012 auf Sylt das Scharzhofberger GG von Kesselstatt – 90+/100. Auch der Scharzhofberger Kabinett von Kesselstatt zeigte 2016 eher schlanke, elegante Konturen – WT91. Die Bernkasteler Badstube Kabinett von Molitor war 2011 ein sehr kräftiger, fetter Wein, der für diesen gewaltigen Extrakt noch eine Spur mehr Säure gut gebrauchen könnte, eher Spätlese als Kabinett – 88/100. Die Graacher Domherr Spätlese von Molitor war 2011 ein kräftiger, trockener, mineralischer Wein mit klaren Konturen, machte verschlossenen Eindruck, gut trinkbar, aber in 3-5 Jahren kommt da deutlich mehr – 86+/100. Die Zeltinger Sonnenuhr Auslese trocken** von Molitor war 2016 ein begnadeter Langstreckenläufer, sehr mineralisch, präzise, fein und im positiven Sinne schlank, wird sich gut zwei Jahrzehnte entwickeln und in ein paar Jahren deutlich mehr zeigen – WT92+. Die Graacher Himmelreich Spätlese von JJ Prüm wirkte 2011 ausgesprochen fein und delikat mit hohem Extrakt, sehr mineralisch, präziser Frucht, und guter, die harmonische Restsüße perfekt balancierender Säure – 92/100. Die 2011, 2012 und 2013 mehrfach getrunkene Graacher Himmelreich Auslese Goldkapsel von JJ Prüm hatte einfach von allem mehr, mehr Frucht, reife Birne, leichte Exotik, mehr Süße, aber auch mit der dazugehörigen Säure, mehr Spiel, ein faszinierendes Weinbaby mit prächtigen Anlagen für eine große Zukunft – 94/100. Mit traubiger Frische und Leichtigkeit begeisterte an Sylvester 2014 im Dal Mulin in St. Moritz die Wehlener Sonnenuhr Kabinett von JJ Prüm – WT90. Legte 2015 weiter zu, blieb aber mit verhaltener Süße im positiven Sinne schlank – WT91. Genial 2016 im El Paradiso zur Cremeschnitte – WT91. Mit kühler Frucht, Eleganz, Finesse und Frische punktete 2016 mehrfach die Wehlener Sonnuhr Spätlese von JJ Prüm – WT93. Prüm geht nicht trocken? Sehr mineralisch und absolut stimmig 2015 mehrfach die Zeltinger Sonnenuhr Spätlese trocken von JJ Prüm – WT93. Auch 2016 wieder straff, mineralisch, präzise mit toller Struktur und Länge. Ein sehr stimmiger, trockener Schiefercocktail - WT93. Zuletzt 2016 sehr elegant, filigran mit wunderbarer Schiefermineralität, tänzelnd am Gaumen, die Prümsche Leichtigkeit des Seins in einer faszinierenden, trockenen Variante – WT95. Der Kanzemer Altenberg GG von Othegraven war 2010 in der Nase ist sehr würzig und pfeffrig, am Gaumen sehr mineralisch, fein, elegant und vielleicht etwas leichtgewichtig – WT88+. Zu dick, zu süß, zuwenig Säure 2015 beim Graacher Domprobst Kabinett von Willi Schäfer, eher Typ runtergestufte Auslese, als Kabinett daneben – WT84. Mineralisch, fruchtig mit wunderbarer Fruchtsüße und guter Säure, einfach lecker und 2011 ich bestechender Form der Volz von van Volxem – 92/100.

Vom Mittelrhein 2016 auf Sylt die Wolfer Hölle GG von Ratzenberger mit exotischer Frucht, frischer Ananas, schöner, durch gute Säure abgepufferter Fülle – WT91.

Das Pittermännchen GG von Diel war 2011 ein barocker Riesling mit Fülle, Kraft und Länge – 91/100. Schlichtweg atemberaubend mehrfach 2013 die Hermannshöhle GG von Dönnhoff, wird dem 2009er demnächst die Rücklichter zeigen und weiter zulegen(!) – 95+/100. Brauchte 2014 und 2015 viel Luft, reife gelbe Früchte in der Nase, am Gaumen zupackend mit deutlicher Säure und hoher Mineralität, wurde mit der Zeit cremiger - WT94+. 2016 schlichtweg genial, noch taufrisch, sehr mineralisch mit unerhörter Brillianz – WT95. Eine weitere Flasche 2016 schlichtweg perfekt – WT96. Animierend mit wunderbarer Frucht und noch so frisch 2016 das Frühlingsplätzchen GG von Emrich Schönleber aus der Magnum – WT93. Jugendlich, straff, mineralisch mit guter Säure und sehr präziser Frucht 2012 der Halenberg GG von Emrich Schönleber – 91+/100. Deutlich offener 2013 auf Sylt aus der Magnum, aber da kommt noch mehr – WT93+. Hatte 2017 enorm zugelegt, klassischer, großer 2008er aus kühlem Jahr – WT95. Der Monzinger Halenberg R Magnum von Emrich Schönleber war 2012 ein superber, fruchtiger, balancierter, extraktreicher, sehr eleganter und ausdrucksstarker Riesling, dem man weder die sehr gut eingebundene, leichte Restsüße noch den geringen Alkohol von 12,5% anmerkte – 95/100. Das Felseneck GG von Schäfer-Fröhlich war 2011 aus der Doppelmagnum ein immer noch jugendliches, brilliantes, knackiges, wirklich großes Gewächs – 93+/100. Fröhlich im besten Sinne 2012 mit knackiger Säure, präzisen Konturen, hoher Mineralität und puristisch schöner Frucht – 94/100. 2016 zeigte dieser Wein mit seiner bisher besten Performance aus der Magnum mit seiner rassigen Mineralität und der perfekten Struktur die Wertigkeit der Lage, das Können des Winzers und die Klasse des Jahrgangs, der immer mehr in die Fußstapfen von 2004 tritt – WT97. Warten ist sicherlich angesagt beim Halenberg GG von Schäfer-Fröhlich, der sich momentan mit massiver Säure sehr bissig, kernig und etwas grün präsentierte. Aber das ist halt auch der Jahrgang, da kommt mit den Jahren wohl noch deutlich mehr – WT90+.

Eine Rüdesheimer Berg Rottland Spätlese trocken von Carl Erhard war 2009 gefällig, fruchtig, unkompliziert – 84/100. Der Wild Thing von Hammond wirkte 2010 obwohl als feinherb deklariert trocken, sehr mineralisch und gut strukturiert – 87/100. Silberlack 1.G von Schloss Johannisberg hatte 2011 viel Säure, etwas stahlige Frucht, erheblich zu jung und noch etwas zugeknöpft wirkend, mit Essen deutlich besser, gehört aber noch eine Weile weggelegt – 87+/100. Viel Potential deutet sich 2009 bei dem aus der Doppelmagnum eingeschenkten Domdechaney Riesling trocken von Künstler an. Erdige, mineralische Fülle, sehr weiche Säure - WT90+. Der Herrnberg Riesling trocken von Künstler war 2009 aus der Doppelmagnum ein sehr fruchtiger, schlanker, rassiger, pikanter Wein, sehr mineralisch, der wie eine gelungene Kombination aus Mosel und Nahe wirkt – 88/100. Die die Hochheimer Hölle 1. Gewächs von Künstler war 2011 ein sehr spannender, mineralischer, kräftiger, tiefgründiger Wein mit sehr guter Säure, ein komplexer Riesling für lange Jahre in erster Trinkreife – 93+/100. Auch 2014 auf Sylt mit enormer Stahlkraft und Brillianz aus der Magnum auf diesem Niveau. Noch eine ganze Ecke drüber 2014, 2015 und auch 2016 wieder die Hölle Auslese trocken Goldkapsel von Künstler, bei der hoher, fruchtiger Extrakt, brilliante Mineralität und knackige, aber reife Säure ein perfektes Dreigestirn bilden – WT95+. Sehr jung und konzentriert mit viel Potential der 2009 aus der Doppelmagnum servierte Stielweg Riesling Alte Reben trocken von Künstler - WT90+. Der Weiß Erd Riesling trocken von Künstler zeigte 2009 trotz seiner Jugend bereits eine erstaunliche Fülle und Komplexität, war sehr mineralisch mit feiner, delikater Frucht, Weinbergpfirsich und gelbe Früchte, und weicher Säure – 90/100. Sehr gut entwickelt zeigte sich 2016 das Kiedricher Gräfenberg 1G von Weil mit intensiver Extraktsüße – WT92. Das Gräfenberg GG von Weil zeigte 2016 bei aller Fülle Frische, Komplexität und Länge, dazu eine im positiven Sinne schlanke Struktur – WT95.

Der CO von Battenfeld-Spanier zeigte 2015 mit kühler, präziser Frucht und irrem Druck erst die Hälfte von dem, was da in 5-10 Jahren ins Glas kommt - WT93+. Zeigte 2016 bei Jörg Müller mehrfach schon deutlich mehr und war schlichtweg atemberaubend – WT96+. Ausdrucksstark, sehr aromatisch und mineralische 2011 das Pettenthal GG von Gunderloch – 91/100. Ausnehmend gut gefiel mir 2012 auf Sylt in der großen Vertikale die Abtserde GG von Keller, ein rassiger, großer Wein mit glockenklarer Frucht, toller Struktur und fantastischen Anlagen, wir in ein paar Jahren sicher mal ein zweiter 2006er – 95+/100. Wirkte 2015 auf der Abtserde Vertikale aus der Magnum verschlossen und geradezu harmlos. Aber man spürte am Gaumen schon die gewaltige Substanz dieses Weines, der es sich zur Zeit in der Flasche gemütlich macht und einfach keinen Bock auf Verkostungen hat. Er braucht länger als andere 2008er und wird wohl in 5 Jahren mit Bravour wieder im Stile großer 2000er zurückkehren - WT91+. Noch sehr jung, aber mit viel Potential 2014 auf Sylt der Hubacker GG von Keller – WT93+. Ähnlich 2015, etwas verhalten mit kräuteriger Herbe, aber auch deutlicher Substanz - WT93+. Eine große Zukunft dürfte Morstein GG von Keller haben, der trotz seiner Jugend schon 2013 auf Sylt aus der Magnum überzeugte – WT94+. Auch 2015 aus der 1tel noch so jung und druckvoll – WT94+. Runter wie Öl ging 2013 im Dyker Weinhaus der Ölberg GG von Kühling-Gillot, der wie alle großen Weine des verkannten 2008er Jahrgangs jetzt erst anfing, sich zu entfalten. Mineralische Dichte, cremige Textur, kräftige, aber reife Säure für ein langes Leben - WT95. Das Heerkretz GG von Wagner-Stempel zeigte 2013 auf Sylt mit viel Kraft, Frucht, Fülle und Länge gutes Potential – WT92+. Erstaunlich reif, aber mit Eleganz, Kraft und Substanz 2015 aus der Magnum das Brunnenhäuschen GG von Wittmann – WT93. Der Chardonnay S von Wittmann wirkte 2015 etwas karg und schlank – WT91. Das Morstein GG von Wittmann bereitete 2009 trotz seiner Jugend schon mit erstaunlich viel Trinkspaß – WT92+. Wurde 2015 im Glas ziemlich üppig und auch etwas breit – WT93. Deutlich besser 2015 aus einer weiteren Flasche und einer Magnum, jung, brauchte Luft und entwickelte sich sehr schön – WT94. 2016 aus einer perfekten Magnum mit großartiger Struktur, der große Jahrgang 2008 und die große Lage Morstein wie es eigentlich besser nicht mehr geht mit gewaltiger Zukunft – WT95+.

Der Spätburgunder FR von Keller war 2014 kräftig mit deutlichem, animalischem Stinker, komplex, sehr lang am Gaumen, wurde immer burgundischer – WT93. Sehr nachhaltig und kräftig mit viel Tiefgang 2015 der Spätburgunder Kreuz GG von Kühling-Gillot – WT93.

Ein Forster Ungeheuer GG von Reichsrat von Buhl hatte 2012 Säure ohne Ende, stahlige Frucht, zumindest seinerzeit wenig Trinkspaß – 87/100. Das Forster Ungeheuer GC von Bürklin-Wolf zeigte 2010 mit seiner würzigen, rustikalen Fülle wohl erst teilweise, was es drauf hat – 90/100. Eine große Überraschung war für mich 2015 das Kirchenstück GC von Bürklin-Wolf, das jetzt stückweise aufblüht und große Ähnlichkeit zum 2004er zeigt – WT96+. Rank und schlank kam 2006 der Langenmorgen PC von Bürklin-Wolf ins Glas, um dann mit Luft gewaltig aufzudrehen. Ein großer, typischer 2008er mit toller Struktur und großer Zukunft - WT93. Große Zukunft! Die zeigte er auch 2016 noch – WT93. Weich, cremig, lang, sehr druckvoll war 2011 der Idig GG von Christmann aus der Magnum – 92+/100. 2015 war das mit seiner wunderbaren Mischung aus reifer, gelber Frucht, cremiger Fülle, knackiger Säure und guter Struktur einfach großes Riesling-Kino, mit Potential für lange Jahre -WT95. Auch 2016 mit großartiger Struktur auf diesem Niveau – WT95. Der Kallstadter Saumagen Kabinett trocken von Koehler-Ruprecht war 2016 einfach nur trocken, staubig und langweilig – WT85. Extrem spannend 2016 der immer noch so junge Kallstadter Saumagen Auslese trocken R von Koehler Ruprecht mit irrer Mineralität und Präzision, mit Zukunft ohne Ende WT95+. Auf Uwe Bendes großer R/RR Vertikale 2016 noch etwas drüber – WT96+. Könnte sich in 5-10 Jahren gut neben 2001 und 2004 einordnen. Der Mandelberg Riesling Alte Reben von Philipp Kuhn war 2009 bei Stappen mineralisch, kräftig und lang am Gaumen, hoher Extrakt, feine Extraktsüße – 90/100. Sehr straff gewirkt, stoffig, immer noch so jung 2014 Im Sonnenschein GG von Rebholz – WT92+. Dicht, komplex mit superber, gelber, cremiger Frucht und enormem Druck und Tiefgang 2014 und 2015 mehrfach der Ganz Horn GG von Rebholz, der eine große, lange Zukunft haben dürfte - WT96. Der Xperiment Likörwein von Rebholz war 2013 auf Sylt weich und sehr likörig – WT88.

Elegant mit guter Struktur 2015 das Cuvée X von Knipser – WT92. Tiefgründig und sehr mineralisch mit noch viel Potential der 2008 Spätburgunder St. Paul von Friedrich Becker – WT93+.

Eine tiefdunkle Farbe hatte 2011 der Shiraz von Kokkalis. Kraft, Würze, pfeffrig-lakritzige Aromatik, reife Brombeere, aber nicht überladen, gute Struktur und schon deutlicher Trinkspaß, wird noch zulegen – 89+/100. Erst ganz am Anfang stand 2011 der Trilogia, tiefdunkle Farbe, deutliche Tannine, eher etwas schlank mit deutlicher Kräuter-Bitternote, wie ein Schuss Fernet, superb die exotisch-fruchtige Nase mit Kokos, Nougat und reifer Kirsche – 90+/100. 2014 und 2015 immer noch sehr kräftig mit deutlichen Tanninen, aber auch mit süßer, betörender Frucht – WT94. 2016 mehrfach ein genialer, hedonistischer Wein, so jung, so vielschichtig mit wunderbarer Frucht, dazu viel Minze, etwas Eukalyptus, weißer Pfeffer und reife, grüne Paprika, immer noch strammes Tanningerüst und Zukunft ohne Ende – WT95+. 

Der hedonistische, üppige, sehr eigenständige Composition Reif von Josephus Mayr vom Erbhof Unterganzner in Südtirol konnte 2012 die Verwandtschaft mit dem Lamarein nicht verbergen, zumal ein Teil der Cabernet-Trauben am Stock getrocknet wird. Ein heftiger, aber faszinierender, fleischiger, großer Wein – 94/100. Spannend 2013 ein Lagrein Riserva von Elena Walch. Süße Waldbeeren in Bitterschokolade mit einem Hauch Lakritz, weiche, reife, süße Tannine, Lagrein in einer modernen, sehr gefälligen Version – 92/100.

Sehr spannend 2012 der Contest von Cason Hirschprunn. Ein sehr stimmiger, frischer, komplexer Wein mit kräuterig-lakritziger Würze, baute enorm im Glas aus und hatte alles, was dem Löwengang des Hauses fehlt – WT93.

Nur ansatzweise zeigte 2013 der Fratelli Brovia Barolo Ca Mia, was er drauf hat, sehr fein, fast filigran und erstaunlich elegant mit dem typischen Rosenduft, da kommt noch deutlich mehr - WT92+. Kernig, kräftig und druckvoll mit gewaltigem Potential 2015 der Barolo Cicala von Aldo Conterno – WT93+. Noch sehr jung 2016 der Barolo Ca d´Morissio von Mascarello, aber mit gewaltigem Potential – WT94+.

Der Brunello von Argiano hatte 2015 mit genialer Nase und enormer Kraft am fülligen Gaumen noch eine große Zukunft - WT91+. Der Il Pino di Biserno wirkte Ende 2012 in Pontresina auf hohem Niveau etwas überextrahiert und nicht sonderlich komplex mit kurzem Abgang – WT87. Der Lodovico von der Tenuta di Biserno kam 2015 als Kraftbolzen ins Glas mit reichlich dunkler Frucht und viel Holz vor der Hütte. Dürfte mit den Jahren noch zulegen – WT94+. War 2017 voll auf dem Punkt und wunderbar zu trinken – WT96. Sehr fein, elegant und hoch aromatisch 2016 der Brunello Tenuta Nuova von Casanova di Neri – WT93. Der Brunello Col d' Orcia erinnerte 2013 mit seiner seidigen Textur, seiner süßen, rotbeerigen und auch frisch-pflaumigen Frucht, den roten Rosen und dem Hauch Minze erinnerte an Poggio di Sotto vom "Hügel gegenüber", wie dieser keiner dieser überzüchteten Brunello-Monster, sondern einfach Finesse pur, kam leichtfüßig ins Glas und drehte enorm auf, einfach bezahlbarer Suchtstoff pur - WT93. Große Zukunft mit Substanz und Struktur zeigte 2017 der Granato von Foradori – WT92+. Modern in der Stilrichtung 2012 der Luce della Vite Lucente aus der Magnum, saftig, dunkle Früchte, Mokka, Leder, spürbares Holz – 90/100. Der Montepeloso Gabbro zeigte 2012 schon enorm viel, dichte, süße dunkle Frucht, Tabak, gute, stützende Säure, dunkle Schokolade, cremige Textur, lang und hoch aromatisch am Gaumen, macht jetzt schon enormen Spaß und kann sicher noch zulegen - 95/100. Der Montepeloso Gabbro zeigte 2012 schon enorm viel, dichte, süße dunkle Frucht, Tabak, gute, stüzende Säure, dunkle Schokolade, cremige Textur, lang und hoch aromatisch am Gaumen, macht jetzt schon enormen Spaß und kann sicher noch zulegen - 95/100. Mit dem über 20mal getrunkenen Monteverro waren wir zuletzt 2013 und 2014 in einem Candy-Store für Erwachsene. Weich, süß, vanillig mit viel Schmelz, aber auch druckvoll am Gaumen mit gutem Rückrat, machte enormen Trinkspaß – 95/100. 2015 Trinkspaß pur mit herrlicher Frucht und Süße, aber auch mit gutem Rückrat – WT95. Wirkte 2016 so frisch, komplex und nachhaltig – WT95. Und zeigte auch 2017 wieder, dass die Monteverros ein zweites Leben haben und gut altern können – WT95. Pure Sünde 2014 auf Sylt der über 30mal getrunkene Terra di Monteverro mit fruchtigem Schmelz und kandierten Kräutern – WT93. Zeigte sich zuletzt 2015 immer noch sehr dicht und kräftig – WT92. Explosiv, offen und üppig in 2013 und 2014 mehrfach der Monteverro Tinata – WT94. Kräftig mit dunkler Frucht, aber auch etwas rustikal 2016 der Coronato der Tenuta dei Pianali – WT90. Großartig 2016 mit superber Frucht und feiner Kräuternote der elegante, aber auch sehr druckvolle Sassicaia, der noch zulegen dürfte – WT95+. Sehr gut gemacht hat sich 2014 der Campaccio IGT von Terrabianca, sehr kräftig mit toller Struktur – WT92.

Erstaunlich gut verdaut 2012 im Saittavini der Chardonnay Monteriolo von Coppo das Holz. Kräftige Säure, Zitrusfrüchte, Weinbergpfirsich und gute Mineralität. Nur mit Finesse und Eleganz hapert es bei diesem etwas rustikalen Wein - 88/100. Were Dreams von Jerman hatte 2012 gute Säure, Frische, Holz, Kraft und Länge – WT92. Sehr dicht, kräftig, nussig und mineralisch mit immer noch deutlichem Holz zeigte sich 2014 der Monteverro Chardonnay – WT95.

Der Tascante von Tasca d´Almerita, das Erstlingswerk eines neuen Gutes an den Hängen des Ätna war 2011 nett, gewöhnlich, fruchtig und völlig überflüssig. Von Mineralität oder vulkanischen Böden ist hier nichts zu spüren, ein Wein, den die Welt nicht braucht – 84/100.

Jung, kräftig, würzig mit viel Potential 2014 Zöbinger Heiligenstein Alte Reben von Bründlmayer – WT92+. Würzig-pfeffrig, kräftig, mineralisch 2011 ein Grüner Veltliner Ried Lamm von Gobelsburg aus der ½ - 92/100. Kraftstrotzend, pfeffrig, würzig, sehr mineralisch, lang, komplex und dabei sehr ausgewogen 2011 der Grüne Veltliner Maximus von Hiedler – 93/100. Der Grüne Veltliner Heiligenstein vom Weingut Hirsch war 2010 ein sehr gut gelungener, pfeffrig würziger Wein mit reintöniger Frucht und wunderbarem Trinkfluss, saftig, mineralisch, angenehm bescheiden trotz des hohen Extraktes der Alkohol von nur 12% - 91/100. Blutjung noch 2012 der sehr würzige, mineralische Riesling Singerriedel Smaragd von Hirtzberger mit Marille pur, jetzt in einem faszinierenden Jungweinstadium, wird sich wohl demnächst etwas verschließen und dann nach ein paar Jahren Wartezeit für lange Jahre einen großen, komplexen Wein abgeben – 93+/100. Cremig, würzig, füllig 2011 der Grüne Veltliner Honivogl Smaragd von Hirtzberger – 93/100. Der Zöbinger Heiligenstein Riesling von Jurtschitsch hatte 2010 satte Marille, war sehr mineralisch, schlank mit präzisen Konturen, trotz „nur“ 12,5% Alkohol guter Extrakt und schöne Aromatik – 88/100. Kraft und Länge ohne Ende hatte 2017 der perfekt gereifte, große Grüne Veltliner Spiegel von Loimer – WT95. Der Grüne Veltliner Alte Reben von Markovitsch war 2006 ein jugendlich frischer, nachhaltiger Wein mit pfeffrig-würziger Frucht – 89/100. Mineralisch, kräftig und dicht mit viel Potential 2015 der Neumeister Sauvignon Blanc Alte Reben – WT92+. Der Kellerberg Riesling Smaragd von FX Pichler war 2013 erstaunlich schlank und geradlinig mit superber Frucht und guter Säure, endlich mal ohne Boytritis – WT92. Der Grüne Veltliner Loibner Berg Smaragd von FX Pichler war 2014 aus der Magnum ein Riesenstoff mit messerscharfer Struktur und salziger Mineralität. Fülle ja, aber eine glockenklare Frucht ohne Boytritis mit toller Länge - WT95. Ein gewaltiges Geschoss 2012 der Grüne Veltliner M von F.X. Pichler, dicht, würzig, cremig, unglaublich druckvoll und lang - 96/100. Der Grüne Veltliner Wunderburg von Pichler Krutzler war mir 2012 auf Sylt zu wuchtig – WT89. Der Riesling Achleiten Smaragd von Rudi Pichler war 2014 reif, kräftig, sehr würzig mit guter Fülle – WT92. Elegant, schlank und geradezu feingliedrig zeigte sich 2015 als kraaser Gegensatz zum 2007er der Sauvignon Blanc Privat vom Sattlerhof – WT91. Sehr elegant, knochentrocken mit feiner Kräuternote 2014 der Weitenberg Grüne Veltliner von Veyder-Malberg – WT92.

Spannend 2012 der Schwarz Rot von Schwarz, wirkte erst wie eine gelungene Mischung aus Pinot und Sangiovese, dann wurde er würziger und marschierte mit Veilchen-Aromen an die Rhone, um sich schliesslich mit bissigen Tanninen wieder zu verschließen 90-93/100 je nach Zustand, würde ich gerne mal in 5 Jahren reif trinken.

Die perfekte Ergänzung zum Kaiserschmarrn war 2012 ein Weinrieder Eiswein vom St. Laurent mit süßem Pflaumenmus pur – 88/100.

Eleganz und Finesse prägten 2013 den Chriseia, der im Stile eines großen Bordeaux noch etwas Reife vertragen könnte – WT92+. Sehr fein, elegant und burgundisch 2013 der Quinta do Frances – WT88. Stimmig und trinkig mit schöner Beerenfrucht und guter Säure 2016 aus der Magnum die Herdade de Grous Reserva – WT91. Wunderschön entwickelt zeigte 2015 sich der inzwischen sehr burgundische Charme von Niepoort – WT94. Superdicht und kräftig 2013 der Pintas von Wine&Soul – WT94+.

Ein burgundischer Traum 2014 der seidig-weiche, aber sehr nachhaltige Gantenbein Pinot Noir – WT94. Sehr schön 2012 auf Sylt der Pinot Noir Eichholz von Irene Grünenfelder – WT91. Kräftig, aber auch mit Eleganz und Finesse Ende 2012 der Pinot Noir Intuaiva von Carina Kunz - 89/100. Fülle und Schmelz satt zeigte 2013 wieder der herrliche H von Hermann - WT93. Der Pinot Noir von Mattmann war 2011 ein sauberer, gut gemachter Pinot mit feinem Spiel roter und blauer Beeren, guter Säure und ohne (spürbares) Holz – 89/100. Besser, reifer und aromatischer 2012 auf Sylt – WT91. Legte 2015 aus der Magnum noch deutlich zu – WT92. Der Syrah von Mercier war 2013 ein pfeffriger Wein mit frischer, vollmundiger Kirschfrucht, mit viel Veilchen, kompakt, schlank und rassig am Gaumen, enormes Potential – WT91+. Sehr kraftvoll und jung 2013 aus der Magnum der Monolith von Obrecht – WT92+. Noch sehr jung und breitschultrig 2013 der PINOT NOIR RhEIN, ein Gemeinschaftsprojekt der Winzer Adank, Mattmann, Lampert und Liesch aus der Bündner Herrschaft, die jeweils ein Barrique ihres Filetstückes einbrachten – 89+/100. Zeigte auch 2015 noch viel Muskeln und Potential – WT90+. Sehr spannend und vielschichtig mit guter Struktur und Säure 2016 und 2016 der Sassigrossi – WT93. Holz ohne Ende hatte 2014 der Pinot Noir von Studach, aber wo war die Frucht? – WT85.

Sensationell gut 2013 auf Muottas Muragl der Chardonnay Unique von Donatsch mit nussig-mineralischem Schmelz, cremiger Textur, enormem, aromatischem Druck am Gaumen - WT95. Einfach genial 2014 im Schwarzen Adler der noch sehr junge, kräftige Gantenbein Chardonnay, der wohl erst 3-4 Jahren seine volle Klasse zeigen wird – WT93+. Zeigte 2016 auf Sylt burgundische Konturen – WT94+. Der Moscatel Oliver vom Weingut Rosenau war 2011 ein frischer, fruchtiger, trocken wirkender Wein mit einem großen Rosenbeet in der Nase – 85/100. Was hätte der Bianco del Ticino Vinattieri 2010 ohne diese nuttig parfümiert vanillige Nase und die Vergewaltigung durch zuviel Holz für ein feiner Wein sein können – WT86.

Vielversprechend 2011 die traubig-fruchtige Nase des Chateau Bela aus der Slowakei, doch am Gaumen wirkte dieser Riesling erstaunlich dünn mit stahliger Säure, kenne ich aus anderen Jahrgängen deutlich besser – 83/100.

Sehr jung, fast bissig, aber mit viel Potential 2012 der Malleolus von Emilio Moro – WT91+. Erstaunlich schlank 2012 der Psi von Dominio de Pingus. Saftige, reife Brombeere und Schwarzkirsche, rauchige Noten, Tabak, gutes Tannin- und Säuregerüst, wird über die nächsten Jahre noch zulegen 90+/00. Gut gefiel 2011 der MR Mountain Wine von Telmo Rodriguez, der viel Süße, Kraft und Würze in schöner Harmonie brachte – 92/100.

Sehr kraftvoll 2016 der noch völlig unentwickelte Chateau Musar aus dem Libanon, der zwar deutlich länger brauchen wird als 2009, sich aber zu einem großen, langlebigen Musar entwickeln dürfte. Da könnten in 10+ Jahren sicher mal WT95 oder mehr ins Glas kommen.

Elegant, schmelzig mit viel Druck 2012, 2013 und 2014 auf Sylt der Pinot Noir Isabelle von Au Bon Climat mit konstant – WT93. Ein schmelzig eleganter Traum mit superber Frucht war 2016 im Engadin der Foley Claret – WT95. Noch etwas unfertig wirkte 2014 der sehr kraftvolle, tanningeprägte Harlan mit gewaltigem Druck am Gaumen und jugendlicher Röstaromatik, kann noch zulegen – WT97. Schon recht offen 2015 mit dieser typischen Minze Eukalyptus Mischung, erstaunlich elegant mit feiner Süße der Heitz Martha's Vineyard - WT96. Kräftig, dicht, lakritzig mit viel Leder 2016 der Heitz Trailside – WT92. Sehr druckvoll 2017 der Kapcsandy Family Winery Estate Cuvée State Line Vineyard, der eindrucksvoll reife, kalifornische Frucht und Kraft mit Eleganz verband – WT97. Der Kongsgaard Shiraz wirkte 2011 dicht, kräftig, exotisch, aber auch etwas monolithisch und verschlossen. Mit der Zeit holte er im Glas auf, entwickelte sich, ein muskulöser, gut strukturierter Wein. Aus anfänglichen 89/100 wurden so bis zum letzten Schluck 92/100. Einfach sexy und easy drinking 2015 mehrfach auf Sylt der Newton Merlot Unfiltered mit Röstaromatik, Schokolade und beeriger Frucht – WT91. Opus One war 2011 noch ein wildes Weinbaby mit explosiver Frucht, das förmlich aus dem Glas sprang. Üppig, dicht, satte Frucht, Tabak, Leder und auch viel Röstaromen, muss sicher ein paar Jahre zur Ruhe kommen – 92+/100. Der Screaming Eagle hatte 2016 reife Frucht, Opulenz und Röstaromatik satt, aber er wirkte auf hohem Niveau auch etwas korpulent und einfach zu üppig – WT95. Der Screaming Eagle Second Flight war 2016 eine schlankere, sehr elegante Variante – WT90.

Der Heitz Chardonnay wirkte 2011 noch recht jung und dadurch etwas rustikal und eckig mit einem dicken grünen Apfel drin und reichlich Zitrusfrüchten, kraftvoll, mineralisch – 88/100. Der Hyde Vineyard Chardonnay von Hyde & de Villaine aus Carneros im Napa Valley war 2011 so erstaunlich schlank und elegant mit knackiger Säure, hoher Mineralität und Zitrusfrüchten, ohne spürbares Holz und die heftigen 14,5% unmerklich verpackt – 88/100. Der Kistler Hyde Vyd. War 2013 noch sehr jung, aber erstaunlicher Struktur und erstem, feinen Schmelz, dürfte gut altern – WT93. Der Kongsgaard Chardonnay war 2011 ein gewaltiger Wein, nussig, frische, präzise Frucht, extrem mineralisch, die kalifornische Version eines großen Montrachet, braucht Luft, große Gläser und wird immer komplexer, spannender und länger – 96/100. Leicht stichig 2012 auf einer Best Bottle im Kreuz in Emmen zu Anfang die Nase mit etwas Salmiakgeist, was mit der Zeit verschwand, mineralisch, exotische Früchte, am Gaumen Kraft, Schmelz, Süße, aber auch etwas korpulent und dick wirkend – 92+/100. Im anderen Glas 2012 die Selektion dieses Weines, der Kongsgaard The Judge, sehr kräftig, aber auch mit guter Struktur, burgundischer, sehr mineralisch, nussiger Auftritt, vanillig mit deutlichem Holzeinsatz, noch sehr jung wirkend – 93+/100. Beide Weine fühlten sich im Gabrielglas recht wohl, doch fehlten ihnen zur richtigen Entfaltung 1-2 Stunden in einer Karaffe. Beide Weine hätten dann deutlich mehr gezeigt, was sich sicher auch in 2-3 mehr Punkten niedergeschlagen hätte. Der Marcassin Chardonnay Marcassin Vineyard war 2013 sehr reichhaltig mit intensiver Extraktsüße, sehr cremig, buttrig mit viel Alkohol und viel Holz, aber in sich auch stimmig mit viel Finesse. Ein gewaltiges, sicher recht langlebiges Konzentrat, dem es vielleicht etwas an Säure fehlte – 96/100. Der Marcassin Three Sisters Vineyard war rauchig, mineralisch mit gut eingebundenem Holz, ein heftiger, nachhaltiger Wein, lang am Gaumen – WT95. Der Bell Côte von Peter Michael war 2012 kräftig mit viel Holz – WT92. Der Varner Chardonnay Bee Block Spring Yard Vineyard wirkte 2012 noch sehr jung und schlank, ein rassiger Chardonnay mit frischer, exotischer Frucht und guter Säure, dürfte über die nächsten Jahre noch zulegen – 93+/100.

Frisch, fröhlich und schokoladig 2013 bei Stappen der St. Innocent Pinot Noir von Freedom Hill aus Oregon – WT91.

Der blutjunge Penfolds Bin 620 Coonawarra Cabernet Shiraz, der erste Bin 620 seit der legendäre Max Schubert diesen Wein zuletzt 1966 machte, ist gleichzeitig Australiens teuerster Wein. Reichlich Babyspeck war da 2012 im Glas, voll trinkbar wirkend, saftig, süß, junger Portwein, Bitterschokolade mit Marzipan, süßer, fruchtiger Schmelz ohne Ende, aber auch Frische und ein Hauch Minze – 93+/100. Penfolds Grange war 2013 auf der großen Grange Vertikale ein geiles Fruchtmonster, Cassis, Cassis und nochmal Cassis, blutjung mit sehr guter Struktur und gewaltigem Potential, aus einem großen, aber sehr heißen Jahr ein etwas dichterer, aber nicht unbedingt besserer 2004er. Für mich hat der Potential für WT98. Der Penfolds Shiraz RWT zeigte sich 2015 im Engadin mit reifer, süßer Brombeere, pfeffriger Shiraz-Aromatik und unglaublichem, aromatischem Druck von seiner allerbesten Seite, was für eine Traumnase, was für ein süchtig machender Schmelz am Gaumen -WT95.

Jung in der Anmutung mit heller Farbe 2012 der Leeuwin Art Series Chardonnay aus Australien mit etwas verhaltener Nase, am Gaumen kräftig mit hoher Mineralität und gutem Säuregerüst, noch ganz am Anfang und etwas bissig, hohes Potential – 90+/100. Penfolds Yattarna war 2013 offen mit viel exotischer Frucht, aber ebenfalls geprägt von knackiger Säure und präziser Struktur, was ihn wohltuend vom üblichen Geschmacksbild des Neue Welt Chardonnays abhob - WT93.

Der Pinot Noir Central Otago von Salomon & Andrew war 2010 ein weicher, fruchtiger, zugänglicher, charmanter Pinot mit reichlich reifer Himbeere – 88/100.

Ganz schön heftig 2016 der Vina Cobos Malbec Marchiori Vineyard aus Mendoza in Argentinien, der mit 15,3% Alkohol kein Kind von Traurigkeit war. Sehr würzig mit üppiger, süßer Frucht, Lakritz und reichlich getoastetem Holz. War mir in diesem Stadium einfach zu üppig und wirkte etwas korpulent, die Zeit mag es richten – WT92.

Ein Sauvignon Blanc Wither Hills aus Neuseeland war einfach nur dünn und sauer – 81/100.

The Chocolate Block war 2009 eine spannende Rhone-Cuvée mit guter, frischer Säure und cremiger Textur – 90/100. Der Rustenberg John X Merriman wirkte 2016 saftig, kräftig, aber mit viel Alkohol auch etwas plump – WT92.

2008 gilt als Traumjahrgang in der Champagne.

Les Orizeaux Pinot Noir von Chartogne Tagnet aus einer kleinen Parzelle mit 55jährigen Rebstöcken war 2014 ein komplexer, nachhaltiger Mörderstoff mit gewaltigem Potential – 95+. 2017 ungemein stoffig, kräftig und druckvoll mit faszinierender, vielschichtiger Aromatik in bester Krug-Art, so in richtiger Champagner für Rotweintrinker, dieser 100% Pinot Noir – WT96.

Ein Champagner, der keiner war und auch nicht so heißen darf, aber so schmeckte wie ein ganz großer war 2015 zur Müller Hochzeit der Cuvée Louis Blanc de Blancs von Battenfeld-Spanier, auf Basis hochwertigen Chardonnays gemacht, 5 Jahre auf der Hefe gelegen, sehr elegant. Muss sich hinter großen Namen aus der Champagne nicht verstecken – WT94.

Eine gute Champagner-Alternative 2015 der Antica Fratta Essence Brut von Franciacorta – WT92. Sehr angetan war ich 2011 vom Spumante Rosé Extra Brut Metodo Tradizionale von Bruno Giacosa. Sehr fein mit dezent süß wirkender Himbeerfrucht, sehr gefällig und einfach saulecker, eine großartige Alternative zu teuren Rosé-Champagnern – 90/100.

Der Sekt Prestige Bernkasteler Badstube Riesling Brut von Molitor, 2009 versektet und 2014 degorgiert, war 2014 furztrocken, aber weinig, geradlinig und mineralisch – WT88.

Der Bioma Vinha Velha von Niepoort war 2011 ein kantiger, eigenständiger Port, hohe Säure, komplex, satte Amarenakirsche, Marzipan, Bittermandeln, dabei erstaunliche Frische und Leichtigkeit, kräftige, leicht bittere Tannine – 96/100. Völlig anders 2016, da schmeckte er lakritzig süß wie eine Tüte Haribo Lakritz – WT91. Sehr gefällig und frisch 2014 der Niepoort LBV – WT91.