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2013

Ein schwieriger Jahrgang in Bordeaux mit leichteren, frühreifen Weinen. Die Subskription dürfte kaum gelohnt haben. Ich habe einen Bogen darum gemacht.

Zu den besseren Weinen des Jahrgangs gehört Pichon Baron. Zeigte 2016 tiefe Farbe, sehr gute Tanninstruktur, Cabernet-Würze, pfeffrige(aber nicht grüne) Paprika, Tiefgang, Potential für WT93-95.

Gefällig und durchaus ansprechend die feinfruchtige, florale Nase des Sarget de Gruaud Larose, des Zweitweins von Gutes. Am Gaumen kernig, bitter mit (zu) hoher, spitzer Säure. Nicht mein Ding. Deutlich fülliger in der Nase mit mehr Druck und Tiefe, auch am Gaumen, der sehr gut gelungene Gruaud Larose. Das gelang eben nur mit sehr strenger Selektion. Dieser Gruaud könnte durchaus mal in meinem Keller landen.

Zu den Lichtblicken gehörte 2016 der Canon-la-Gaffelière, ein schöner Wein auf WT90 Niveau für den schnellen Genuss.

Ein fürchterliches, saures Gesöff war 2014 der Clos des Lunes Lune d´Argent aus dem Hause Domaine de Chevalier. Ich habe mir Namen und Etikett gut eingeprägt, damit ich nie aus Versehen den mal irgendwo bestelle.

Sehr stimmig 2016 der Beaune Vigne de l´enfant Jesus von Bouchard – WT93. Der Volnay Caillerets von Bouchard zeigte sich 2016 kräftig, expansiv in der Nase, am Gaumen beerige, frische Frucht und Eleganz pur – WT94.

Der Chevalier Montrachet von Bouchard war 2016 sehr mineralisch, finessig, elegant und sehr nachhaltig – WT95. Der Meursault Genevrières von Bouchard zeigte sich 2016 noch sehr frisch, würzig mit Zitrusfrucht und hoher Säure – WT91+. Ein Puligny-Montrachet von Francois Carillon war 2016 nussig, mineralisch mit feiner Zitrusfrucht, da stimmen Präzision, Säure und Länge - WT90. Der Meursault Clos de la Barre von Comte Lafon wirkte 2016 sehr schlank, mineralisch und etwas karg – WT90. Der mineralische Chablis Fourchaume von Fevre mit feiner Zitrusfrucht zeigte 2016 durchaus Substanz und Fülle und könnte noch zulegen – WT91+. Beim vor zwei Jahren noch sehr verhaltenen Chassagne Montrachet 1er Cru Morgeot von Bernard Moreau ging 2017 endlich die Post ab. Immer noch so frisch mit Zitrusfrucht, feinen Kräutern, nussig, mit rassiger Säure und intensiver Mineralität, gute Länge am Gaumen, dürfte noch zulegen – WT93+. .Frisch, schlank, mineralisch mit viel Zitrusfrucht und hoher Säure 2015 der Puligny Montrachet von Sauzet – WT88.

Sehr elegant und eher auf der fruchtigen Seite war 2016 der Côte Rotie Les Bécasses von Chapoutier mit viel Veilchen und Lakritz - WT91.

Erstaunlich zugänglich zeigte sich 2016 der Beaucastel mit süßer, würziger, dunkler Frucht, aber auch mit guter Struktur und Säure – WT93.

Der Condrieu Vieilles Vignes "Jacques Vernay" von Ogier war 2016 ein spannender, natürlich sehr frischer, mineralischer Wein mit floraler Nase und viel Tiefgang – WT93.

Eine sehr kleine, aber wohl recht gute Ernte in Deutschland.

Frisch, fruchtig und fröhlich ohne viel Tiefgang 2014 der Weissburgunder von Meyer-Näkel - WT87.

Gut gelungen, zugänglich, erstaunlich tiefgründig und mineralisch 2015 der Weissburgunder Schlossberg GG von Heger mit viel Holz - WT90.

Sehr fein, elegant und burgundisch mit schönem Schmelz 2017 der Häusleboden Spätburgunder von Heger – WT94. Der Eichberg Spätburgunder GG von Franz Keller wirkte 2016 mit superber Frucht puristisch mit deutlichem Tannin- und Säuregerüst, wird länger brauchen, hat aber großes Potential – WT92+. Sehr spannend der Schlossburg Spätburgunder GG vom Weingut Franz Keller, der sich 2017 langsam öffnete, gewaltigen Tiefgang zeigte und eine große Zukunft haben dürfte – WT93+.

Der Hundsrück Spätburgunder GG von Fürst trank sich 2016 schon erstaunlich gut mit reifen Tanninen, dürfte aber noch zulegen – WT93+.

Grandios 2014 schon der „einfache“ Riesling QbA von Adam. Glockenklare Frucht, rassige Säure, gute Mineralität, ein wunderbarer Wein, der noch zulegen und sicher 20 Jahre Spaß machen wird – WT90+. Mit der knackigen, an 96 erinnerden 13er Säure ergab das 2014 bei der Hofberg Spätlese von Adam ein faszinierendes Süße-/Säurespiel, ein sehr finessiger, spannender Wein, schlichtweg ein Traum für die nächsten drei Jahrzehnte – WT93+. Sehr fein mit spielerischer Eleganz 2014 der Piesporter Schubertslay Kabinett von Julian Haart, geradezu puristisch-mineralisch mit sehr guter Säure – WT92. Legte 2015 noch mal zu – WT93. Ein mineralischer Urgesteinshammer 2015 die Bernkasteler Lay Auslese trocken** von Molitor – WT95. Rassig 2016 der Scharzhof Riesling von Egon Müller mit hohem Extrakt, der trotz 25g RZ mit 11 %0 Säure trocken wirkte und sehr gut altern dürfte – WT93+. Einfach eine geile, junge Rieslingfrucht hatte 2014 der Wintricher Ohligsberg Riesling GW von Günther Steinmetz, Baby Ananas, Mirabelle, knackige, aber reife Säure, hohe Mineralität – WT92.

Der Weissburgunder von Dönnhoff brillierte 2014 mit kräftiger, aber reifer Säure und hoher Mineralität - WT88+. Sehr verschlossen 2015 auf der VDP Tour das Dellchen GG von Dönnhoff – WT90+. Erstaunlich offen 2015 mehrfach das Felsenberg GG von Dönnhoff. Hatte mir auf der VDP GG Tour aus der hervorragenden Dönnhoff- Palette am besten gefallen. Und kurz danach konnte ich dieses richtig große Gewächs mehrfach voller Vergnügen trinken, ohne es in den Spucknapf zu befördern - WT94. Auch 2016 mehrfach Filigran, sehr mineralisch, elegant mit bestechender Brillianz  Brilliant in 2015 bereits mehrfach die erstaunlich frühreife Hermannshöhle GG von Dönnhoff mit kräftiger, aber reifer Säure – WT93+. Ende 2015 in bestechender Frühform mit präziser Frucht, strammer Mineralität und Säure – WT96. Auch 2016 mehrfach auf diesem Niveau. Ende 2016 im Engadin schlichtweg atemberaubend mit messerscharfer Präzision, "liquid rocks" als irre Mineralität, reife, aber großartige Säure, superbe Frucht, so eine traumhafte Brillianz und Strahlkraft. Glücksgefühle ohne Ende - WT97. Ein erfrischender, harmonisch trockener Reparaturwein war 2014 auf Sylt der Gut Hermannsberg Kabinett – WT87.

Babymord war brilliante 2014 die Hölle GK von Künstler, ein Riese im Werden, WT92+, für alle 2 Jahre Geduld 1 mehr, in 10 Jahren WT97. Legte 2015 als Hölle GG mehrfach einen fulminanten Frühstart hin mit puristisch schöner Frucht, mineralischer Brillianz, kräftiger, aber reifer Säure und beachtlicher Länge - WT93+. Auf gleichem Niveau wie die Hölle GK 2014 das Berg Rottland GG von Künstler, so eine Art deutsche Version von Terroir al Limit. Erstaunlich offen, verführerisch und erotisch 2014 das Kirchenstück GG von Künstler – WT93. Würzig, rassig mit weißem Pfeffer und knackiger Säure 2014 mehrfach der Grüne Veltliner von Künstler – WT89. Schlank und rassig 2014 der Sauvignon Blanc von Künstler mit Kiwi und Stachelbeere, mit knackiger, aber reifer Säure und feiner Mineralität - WT90. Eleganz pur 2016 und auch 2017 wieder das so perfekt balancierte, sehr stimmige Kiedricher Gräfenberg GG von Weil mit straffer Säure und grandioser Zukunft. Unglaublich, wie hier am Gaumen mit gewaltiger Länge die Post abging – WT95+. Der Kiedericher Klosterberg von Weil von eisenhaltigen Böden war 2016 sehr finessig und mineralisch – WT92+. Der Kiedricher Turmberg von Wein von Grauem Schiefer zeigte sich 2016 fülliger, kräftiger, dichter, obwohl er sonst der schlankere, asketischere Wein ist – WT92+.

Frisch, animierend mit pikanter Frucht 2016 der Stein Spätburgunder GG von Künstler – WT91+.

Am Anfang einer langen Karriere 2016 die Aulerde GG von Groebe mit straffer Textur, guter Säure und schöner Frucht – WT92+. Sehr elegant, spielerisch mit guter, reifer Säure 2015 mehrfach das gelungene Kirchspiel GG von Groebe – WT93. Das Rothenberg GG von Gunderloch war 2015 mineralisch, straff, druckvoll mit toller Frucht, jetzt in erster Trinkphase – WT94. Extrem fordernd 2015 auf der Abtserde-Vertikale aus der Magnum die Abtserde von Keller mit ihrer puristischen Struktur. Blutjung, wirkt stahlig, steinig, der Biss in die reife Zitrone, schlank im besten Sinne, aber mit dieser irrsinnigen Mineralität. Könnte das ein neuer Abtserde-Stil sein? Noch puristischer, mineralischer, druckvoller? Da wächst ein Gigant heran - WT93++. Der G-Max von Keller war 2015 ein unglaubliches Konzentrat mit extrem druckvoller Aromatik und irrer Frucht. Der hat das Zeug zur Legende und wird Geduldige mal mit WT97-98 verwöhnen. Grund genug also, die eigene Kellerkiste noch mindestens 5 Jahre nicht zu öffnen. Der Hubacker GG von Keller war 2016 auf Sylt wie der herzhafte Biß in einen reifen, saftigen Weinbergpfirsich mit sehr guter, aber reifer Säure – WT94. Sensationell 2015 auf der VDP-Tour der rassige Morstein GG von Keller, der in den nächsten 10 Jahren enorm zulegen wird – WT94+. 2015 auf Sylt fordernd mit gewaltiger Substanz und kräftiger Säure, derzeit etwas reduktiv und verschlossen wirkend, aber man spürt das Mörderpotential dieses Weines, der mal irgendwo bei WT95-97 landen wird. Ein Weinbaby natürlich 2014 die sehr rassige Niersteiner Hipping Spätlese von Keller. Glockenklare, boytritisfreie Frucht, sehr präsente, aber unglaublich reife Säure, ein dezenter Spontistinker verschwand schnell. Würde ich gerne mal in 20 Jahren trinken – WT92+. Ein verrückter, wilder Wein 2014 auf Sylt Pettenthal Kabinett von Keller mit 10 %0 Säure, Spontinase, Roter Hang pur – WT94. Immer noch so blutjung war 2017 der rassige Pettenthal GG von Keller, der im Glas enorm zulegte und eigentlich dekantiert gehörte - WT94+. Ganz schön stramm 2015 aus der Magnum Pettenthal GG von Kühling-Gillot mit massiver, aber reifer Säure, geriebenen Felsen und superber Frucht. Da wird in 5-10 Jahren mal was großes auf WT94-95 Niveau draus. Rassig, kernig, mineralisch 2015 der Morstein von Russbach mit bescheidenen 12% und unbescheiden faszinierender Aromatik -WT90. Ein Riesling Pettenthal von Schätzel hatte 2014 im D´Vine reife, aber zupackende Säure, Zitrusfrüchte, karamellisierte Ananas, intensive Mineralität, einfach Roter Hang pur – WT92. Jung, konzentriert, fast etwas bissig 2014 der Morstein Alte Reben von Seehof, der sich gut entwickeln dürfte – WT90+. Hatte 2015 deutlich zugelegt mit reifer wirkender Säure – WT92. Überzeugte 2016 mit Rasse, Klasse und einfach geilem Trinkfluss – WT94. Erstaunlich zugänglich mit guter Säure, aber auch Kraft und Fülle 2014 und 2015 mehrfach der cremige Benn von Katharina Wechsler – WT91+. Sehr elegant 2014 das Kirchspiel von Katharina Wechsler mit perfekten Konturen und gutem Potential – WT92+. Blutjung 2015 auf Sylt mehrfach das rassige Brunnenhäuschen GG von Wittmann. Schon erstaunlich offen und einfach sexy mit superber, präziser Frucht, intensiver Mineralität, feiner Kräuternote, strammer, aber reifer Säure und einfach geiler Trinkigkeit – WT95+. Rassig, schlank, noch sehr jung mit strammer Säure 2015 der Chardonnay S von Wittmann, baute enorm im Glas aus und hat sicher viel Potential – WT92+. Schlichtweg genial 2014 der Morstein GG von Wittmann. In der Nase ein großer Strauß frischer Frühlingsblumen, am Gaumen traubig-saftige Fülle, gute Mineralität und die rassige, straffe, aber dabei erstaunlich reife 13er Säure – WT93+. 2015 mehrfach in bestechender Frühform, so wie ein großer Bordeaux in der Fruchtphase. Straff in der Struktur mit kräftiger, aber reifer Säure und puristisch schöner Frucht – WT95+. Auch 2016 im Gogärtchen wieder auf diesem Niveau. Ein sehr gelungener „Spargelwein“ mehrfach in 2015 der Silvaner von Wittmann – WT89.

Schlichtweg atemberaubend und auf Augenhöhe mit 2010 Musigny von Mugnier 2015 auf Sylt der Morstein Spätburgunder Felix Alte Reben von Keller, der 2016 abgefüllt wird und dann auf die Auktion geht – WT97+. 2017 war Côte de Nuits vom allerfeinsten, Finesse pur, irre Struktur, könnte man auch Musigny Vieilles Vignes dran schreiben – WT97+.

Sehr jung, bissig und von massiver Säure dominiert 2015 der Pechstein GC von Bürklin-Wolf – WT88+. Der Idig GG von Christmann hatte 2015 und 2016 die straffe 13er Struktur kombiniert mit reifer Frucht, salziger Mineralität und leicht barocker Pfälzer Fülle. Erinnert an den großen Idig aus 2001, dessen Klasse er in einigen Jahren durchaus erreichen könnte. Jetzt in erster, faszinierender Trinkreife, aber da kommt noch mehr - WT95+. Das Kirchenstück GG von Winning hatte 2015 eine perfekte Struktur, feine Extraktsüße, Kräuter, Druck und Länge, große Zukunft – WT95+.

Der Granato IGT von Foradori war 2016 ein würziges Kraftbündel mit reifer, dunkler Frucht, sehr guter Struktur und Säure, aber auch samtiger Fülle – WT94.

Eher kühleres Toskana-Jahr mit frischeren, eleganteren und fruchtbetonten Weinen.

Schokoladig-schmelzig mit viel Potential 2016 der Guado Al Tasso – WT94+. Nicht so dick wie die Vorgängerjahre 2015 der Petrolo Galatrona, stattdessen mit der 13er Frische und guter Säure – WT94+. Der Monteverro präsentierte sich 2016 sehr elegant, stimmig und perfekt balanciert – WT95+. Der Terra di Monteverro zeigte 2016 deutlichere Tannine, Paprika, mehr Grip. Ein Terra für Erwachsene, der sicher noch 1-2 Jahre in der Flasche braucht und eine gute Zukunft hat – WT92+. Der Tinata von Monteverro wirkte 2016 noch sehr verschlossen und zurückhaltend, braucht sicher noch 3-4 Jahre zur vollen Entfaltung und dürfte dann deutlich mehr als WT93+ bringen. Was für ein Traumwein, dieser Ornellaia, 2016 im Saittavini. Für mich der beste Ornellaia seit 2004, nicht mehr so dicht, fett und konzentriert. Eher trotz deutlicher Tannine wieder auf der eleganten Seite mit feiner, schmelziger Frucht. Endlich wieder ein Ornellaia, der richtig Trinkspaß vermittelt – WT96+. Der Saffredi von Le Puppile war 2016 einfach ein geiler Saft. Gefällt mir deutlich besser als der üppige 2012er. Eher auf dem Niveau des 2011ers, nur etwas eleganter, schlanker, aber auch nachhaltiger mit perfektem Tanningerüst. Ein großer Saffredi aus einem Guss, der sich über lange Jahre entwickeln wird - WT97. Sassicaia zeigte sich 2016 mehrfach in der Stilistik als großer, klassischer Pauillac, kraftvoll und elegant zugleich, sehr mineralisch mit feiner, rotbeeriger Frucht, sehr druckvoll und lang – WT95+.

Der Chardonnay von Monteverro war 2016 rassig, mineralisch und schlank im positiven Sinne mit weniger Holz und ohne den „süßen Schwanz“. Mit diesem Chardonnay ist Monteverro endgültig im Burgund angekommen – WT96+. Der Vermentino di Monteverro ist ein animierender, fröhlicher Sommerwein mit der Frische eines jungen Rieslings, aber statt Aprikose/Pfirsich mit Pinke Grapefruit. Macht verdammt viel Spaß und ist alles andere als simpel – WT87.

Perfekter Dessertbegleiter 2015 und 2016 in Pontresina ein hoch aromatischer Rosenmuskateller vom Ansitz Waldgries – WT93.

Schlichtweg genial 2015 der Coche von Niepoort, der für mich bisher beste, sehr mineralisch, salzig, mit schöner Frucht, Frische, toller Struktur und einer unglaublichen Länge. Kommt dem Ebenbild eines großen Burgunders und dem Vorbild Coche-Dury verdammt nahe – WT95.

Zulegen wird sicher noch der Grüne Veltliner Rotes Tor Smaragd von Hirtzberger, der 2014 im jugendlichen Stadium in der Sansibar viel Marille zeigte – WT91+. Pfeffrig-würzige, druckvoll und Boytritis-frei schlank 2015 der Loibner Loibenberg Veltliner Smaragd von Knoll - WT93. Sehr kräftig und ideal für Holz- und Vanillefans war 2017 auf Sylt der Chardonnay Reisbühel von Leberl – WT90. Großartig 2015 mehrfach der Grüne Veltliner Kollmütz Smaragd von Rudi Pichler mit würziger, fruchtiger Fülle und salziger Mineralität – WT94-95. Faszinierend 2015 der so unglaublich lebendige, vibrierende, schlanke, mineralische Riesling Achleithen Smaragd von Rudi Pichler mit seiner präzisen Struktur - WT96. Brilliant 2014 auf Sylt der Grüne Veltliner Frauengärten von Pichler-Krutzler, der mit glockenklarer Frucht, Zitrus, Grapefruit und knackiger Apfel, und nur 12,5% immensen Spaß machte – WT90. Sehr spannend mit viel Potential 2017 der Sauvignon Blanc Kranachberg vom Sattlerhof, der mal der nächste 2006er werden könnte, weglegen – WT93+. Sehr mineralisch und würzig 2016 mit puristisch schöner, präziser Frucht der Sauvignon Blanc Zieregg STK von Tement – WT94.

Noch blutjung 2015 der sehr frische Niepoort Coche mit rauchiger, floraler Nase und Zitrusfrüchten, am Gaumen tiefe Mineralität, wirkt noch schlank und kompakt und wird zulegen – WT92+.

Weiß wie Rot ein großer Jahrgang in der Schweizer Bündner Herrschaft mit kleinen Mengen, aber herausragender Qualität.

Ein gewaltiges Konzentrat mit Langstreckenqualität war 2016 der Pinot Noir Unique von Donatsch, der Zugänglichkeit mit seiner betörenden, beerigen Nase nur vortäuschte. Wer es schaft, davon zu bleiben, hat in 5-10 Jahren mal was Großes im Keller – WT95+. Eine Legende im werden war 2015 und 2016, auch 2017 wieder häufig der Gantenbein Pinot Noir mit geradezu verrückter, unglaublich druckvoller Aromatik und unbändiger Kraft, aber Eleganz, Finesse und Leichtigkeit. Grosse Zukunft, inzwischen gut 20mal mit konstanter Bewertung getrunken – WT97+. Der 'H' von Hermann war 2015 und 2016 in erster Trinkphase wieder Suchtstoff pur, aber noch erstaunlich griffig mit sicher langer Zukunft - WT94+. Ein immer noch jugendlicher Charmeur mit feiner Kirschfrucht, kalkiger Mineralität und „eleganter Saftigkeit“ war 2017 mehrfach der Le Grand von Jost & Ziereisen, sehr gradlinig und präzise mit langem Abgang, dürfte gut altern und noch zulegen – WT95+. Ein Gedicht 2015 und 2016 wieder in Gianottis Weinbar mit sehr präziser, pflaumig-kirschiger Frucht der Monolith von Obrecht, den ich als jungen Wein noch nie so zugänglich im Glas hatte. Jetzt in ebenso perfekter, erster Trinkphase - WT94+. Sehr fein, elegant und schmelzig 2015 der Malanser Pinot Noir von Salis – WT90. Der großartige Malanser Pinot Noir von Studach erinnerte 2015 mehrfach mit seiner reifen, süßen Frucht an große 2005er Burgunder, die entsprechenden, massiven Tannine in feines Seidenpapier eingewickelt - WT95+. Sehr gut gefiel uns 2015 in Pias Chamanna Paradis auch der Trimmiser Blauburgunder Barrique der Familien Joos mit reifer Beerenfrucht, fruchtig-samtiger Fülle und gut eingebundenem Holz. Mit 14,2% allerdings auch kein Kind von Traurigkeit - WT90.

Sehr elegant 2015 der wunderbare Tessiner weiße Merlot Bianco Rovere von Brivio mit gut eingebundenem Holz - WT90. Knackig, frisch und kräftig 2015 der Sauvignon Blanc von Davaz – WT89. Mineralisch, kräftig, aromatisch 2015 der Chardonnay Gräba von Davaz – WT92. Der Chardonnay Unique von Donatsch war 2015 ein gewaltiges, jugendliches Konzentrat mit puristisch schöner Zitrusfrucht, feiner Kräuternote, großartiger Struktur und rassiger Säure. Macht jetzt schon Riesenspaß, wird aber noch deutlich zulegen und sehr gut altern - WT96+. Im Herbst 2015 und 2016 wieder war das ein Weltklasse-Chardonnay in bester Burgunderart – WT97. Etwas reduktiv wirkte 2015 der Gantenbein Chardonnay mit Stachelbeere und Limette in der Nase. Eine noch ziemlich verschlossene Fruchtbombe mit gewaltigem Druck am Gaumen, die ihren großen Auftritt erst in 4-5 Jahren haben dürfte mit Potential für WT95+. Deutlich offener zeigte er sich Ende 2015 und dann 2016 wieder in bester burgundischer Stilistik mit faszinierender Finesse – WT96+. Mörderpotential 2016 auf dem Gut – WT97+. Der seit 2013 trocken ausgebaute Gantenbein Riesling war 2015 knackig frisch, mineralisch, mit feiner Frucht und kräftiger, aber reifer Säure – WT93. Hatte 2016 enorm zugelegt und überzeugte mit unerhörter Brillianz – WT95. Der Il Saggio von Rohner war 2015 ein sehr feiner, eleganter, trinkiger Chardonnay – WT91. Erstaunlich elegant und finessig 2015 und 2016 mehrfach der ausgesprochen feine Malanser Chardonnay von Studach - WT94.

Mit seiner kühlen Zitrusfrucht, der salzigen Mineralität und der cremigen Textur ging der As Sortes von Rafael Palacios 2015 auch als feiner Burgunder durch – WT92.

Ein kühlerer Spanien-Jahrgang, was vielen Weinen gut tat. Mehr Eleganz als überbordende Fülle.

Der Aalto zeigte 2016 die klassische, würzige Fülle, wirkte aber durch das kühlere Jahr frischer und balancierter – WT93. Hedonistischer und mit viel Sex Appeal, aber auch mit jugendlicher Frische und fast noch wie eine Faßprobe wirkend 2016 der Aalto PS – WT95. Clos Mogador überzeugte 2017 mit reifer Frucht, würziger Fülle, aber auch guter Säure und Mineralität und wirkte dadurch elegant, wird noch zulegen – WT94+.

Gilt für Rotweine als perfekter Kalifornien-Jahrgang mit großem Alterungspotential.

Ziemlich fett, üppig und mit sehr süßer Frucht 2016 der Caymus, der mit den Jahren hoffentlich noch an Struktur gewinnt – WT91+. Kraft, Fülle, aber auch Eleganz und Frische mit sehr guter Frucht, 100% Kakao und sehr gute Länge zeigte 2017 der gewaltige Devil Proof Malbes – WT96. Chateau Montelena bewegte sich 2017 eher auf der eleganten Seite mit wunderbarer Frucht, guter, stimmiger Struktur und deutlichen Tanninen. Hat reichlich Luft nach oben – WT93+.

Der La Proportion Dorée von Morlet aus Sonoma war 2015 aus der Magnum geprägt von viel Holz, rauchigen Barrique-Noten und kühler Frucht, auch am Gaumen viel Holz, Kraft und Länge. Dürfte noch zulegen – WT93+. Sehr gute Zukunft dürfte der elegante, „französich“ wirkende Ridge Monte Bello Chardonnay haben. Weiße Früchte, mineralisch, gut eingebundenes Holz, sehr gute Struktur und Länge – WT93+. Animierend, leicht röstig mit jugendlicher Passionsfrucht 2016 der Screaming Eagle Sauvignon Blanc – WT90.

Einwandfrei und gefällig, aber mit seiner süßen, bonbonhaften Frucht auch simpel und aufdringlich 2015 der Pinot Noir von Kim Crawford – WT83. Dieses Problem habe ich mit vielen neuseeländischen Pinots, denen einfach jegliches Burgundische abgeht.

Unkompliziert, generös mit saftiger Kirschfrucht und Röstaromen 2015 The Chocolate Block von Boekenhoutsklof – WT89. Der La Motte Pierneef Cuvée Shiraz und Viognier aus Südafrika hatte 2016 die pfeffrige Würze eines guten Shiraz, aber auch florale Elemente und feine, rote Frucht, war insgesamt so stimmig und balanciert, machte einfach soviel Lust auf mehr – WT92. Sehr jung mit gewaltigem Potential 2015 der Mullineux Syrah, pfeffrig, präzise, eher kühle, dunkle Frucht, viel Kräuter, braucht Zeit und Luft – WT91+. Großartig 2016 in Franshoek und kurz darauf zuhause der Iron Shiraz von Mullineux mit präziser, kühler Frucht, bei dem die eisenhaltigen Böden beim Trinken das Gefühl geben, an einem Eisengitter zu lutschen, kernig, puristisch und groß - WT95+. Auch der Mullineux Kloof Street Swartland Rouge war 2016 auf Sylt noch etwas jung, rustikal und brauchte viel Luft und begleitendes Essen – WT88+. Der Porseleinberg Syrah hatte 2016 und auch 2017 wieder die pfeffrige Würze eines großen Syrah, blieb aber bei aller Nachhaltigkeit so elegant und stimmig, fast filigran, aber mit toller Länge. Ein großer Wein gemacht für lange Jahre – WT94+. Der Columella von Sadie hatte 2016 auf der Prowein und kurz danach auf Sylt im Weinraum in der Nase eine Parade feinster, roter Früchte, am Gaumensehr mineralisch und auch hier so stimmig, bei aller Kraft so fein, frisch und elegant, große Zukunft – WT95+.

Frisch und etwas leichtgewichtig mit feiner Kräuternote 2015 der Eagles Nest Viognier – WT87. Sehr mineralisch mit frischer, heller Frucht und knackiger Säure 2016 der Sequillo White – WT90.

Steven Spurrier präsentierte 2016 seinen „englischen Champagner“, einen 2013 Bride Valley Blanc de Blancs Fine English Wine aus 100% Chardonnay mit 9,5%0 Säure und 8g Dosage. Frisch, schlank, säurebetont, für den Erstlingsjahrgang nicht schlecht – WT87.